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Was macht einen richtig sexy Stiefel aus?

 

  1. Damenstiefel sind nicht nur eine praktische Fußbekleidung, die vor Kälte und Nässe schützen soll. Die Modewelt hat mit ihrer riesigen Vielzahl von Stiefelmodellen den Stiefel inzwischen zu einer wahren Ikone für Frauenbeine gemacht. Es gibt sie für jede Gelegenheit, für jede Jahreszeit und passend zu jedem denkbaren Outfit. Zum besonderen Highlight werden solche Damenstiefel, wenn sie nicht nur schick, sondern auch sexy sind. Dann können sie ihrer Trägerin genau das besondere Etwas verleihen.
  2. Zu den Modellen, die super sexy wirken und aus jedem Bein und jedem Outfit unnachahmlichen Reiz verleihen, gehört natürlich unbedingt der sehr hohe Absatz in der Art der High Heels. Der erhält noch einen besonderen sexy Kick, wenn er mit einer Plateausohle gepaart wird. Ein kniehoher oder auf der Wade endender, enger Schaft, gibt dem Bein eine schlanke Linie, die Höhe lässt Beine praktisch endlos wirken. Sehr toll wirken auch jene sexy Stiefel, deren Schaft auf dem Oberschenkel endet. Sie sind auch stets aus besonders weichem, bewegungsfreundlichem Material gearbeitet, sodass trotz des langen Schafts ein ungehinderter Gang und auch eine angenehme Sitzposition möglich ist. Dennoch, es muss nicht immer der extrem hohe Schaft sein. Auch Ankle Boots und Stiefeletten gibt es in Kreationen mit einer tollen sexy Ausstrahlung.
  3. Besonders sexy wirken solche Stiefel, wenn sie auch noch in Glanzleder oder Lackleder gehalten sind. Feinheiten zur Vervollkommnung der besonderen Wirkung können Bindungen auf der Vorderseite sein, seitliche Knöpfe, Schnallen oder weit ausgeschnittene Zehenbereiche und Fersen. Was die Farben anbelangt, so lassen sexy Damenstiefel die gedeckten und schlichten Farbtöne links liegen. Sie wollen und sollen absolute Hingucker sein. Hier dürfen glänzendes Schwarz mit Rot oder Weiß kombiniert die Blicke auf sich lenken. Es darf auch pink oder glänzendes, reines Weiß sein. Es gibt Modelle im Schottenmuster, mit langen Fransen, Schlangendesign und unendlich mehr Varianten. Teils fließen die Farben auffällig ineinander, teils machen die Details die Schuhe, wie besonders geformte Absätze und Sohlen oder auffällige Riemchen und Netzmuster.
  4. Diese Modelle verlangen natürlich das passende Outfit, um auch ausreichend gut zur Geltung zu kommen. Sie wirken so richtig reizvoll zu einem sehr kurzen Rock, knapper kurzer Hose und ebenfalls glänzenden und auffälligen Materialien der Oberbekleidung. Je nach Art und Farbe des Stiefelmodells können noch gemusterte Strümpfe dem Ganzen einen besonders reizvollen Effekt verleihen. In einer Disco, bei einer passenden Party oder einem sonstigen Event, wo erotisch wirkende Kleidung angesagt ist, sind all diese Stiefelkreationen eine angesagte Vollendung für ein heißes Outfit.

LEVIS Stiefel und Schuhe – modisch immer auf der Höhe

 

Sneakers, Stiefel, Sandalen oder Halbschuhe – Levi’s bietet eine breite Auswahl an Damen- und Herrenschuhen für die Freizeit. Die Markenschuhe sind bequem und passen zu jedem Outfit. Dabei ist die Kollektion modisch immer am Puls der Zeit. Trendig, verspielt, lässig oder etwas eleganter können die Modelle mit allen Farben und Typen kombiniert werden.

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Die Modelle passen sich der Jahreszeit und den dazugehörigen Trends an – ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Echtes Leder und robuste Synthetikstoffe versprechen ein angenehmes Tragegefühl und lange Haltbarkeit. Voraussetzung dafür ist eine gute Pflege mit entsprechenden Produkten. Im Handel gibt es für alle Materialien Pflegemittel.

Viele Modelle sind zudem in verschiedenen Farben erhältlich. Ganz schlicht in braun, grau und schwarz oder auffälliger in blau, rot oder mit buntem Muster. Mal sind auch nur die Nähte in einer anderen Farbe und machen den Schuh damit zum dezenten Hingucker. Zudem sind einige Modelle im sogenannten wash-out Look angefertigt. Das lässt einen anscheinend schlichten Schuh auf den zweiten Blick interessant und erfahren wirken. Ebenso gibt glattes oder raues Leder dem Schuh einen individuellen Charakter. Genau wie die Stoffschuhen, die durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen immer einen anderen Stil vertreten. Damenschuhe gibt es je nach Art mit kleinem, großem oder keinem Absatz.

Levis Herrenstiefel gibt es in den Größen von 39 bis 46, Damenstiefel in den Größen 36 bis 41. Dabei kann die Größe der Schuhe aber von Modell zu Modell unterschiedlich ausfallen. Eine Anprobe ist daher unbedingt erforderlich. Denn nur wenn der Schuh richtig passt, macht er dem Träger eine Freude und verursacht keine Schmerzen am Fuß.

Levi’s Stiefel halten sich an keine Altersvorgabe und können deshalb von Jung und Alt gleichermaßen getragen werden. Denn modisch bewusste Stiefel kann man in jedem Alter tragen. Levi’s ist ein Traditionsunternehmen, das es schafft immer wieder neue Trends zu setzen – auch bei Stiefeln.

Welche Kombinationen mit Stiefeletten kann man gar nicht tragen?

 

Stiefel und Stiefeletten sind der große Trend in diesem Winter und ein Must-Have in jedem Kleiderschrank.

Generell sollte erstmal beachtet werden, dass nur wenigen Frauen Stiefeletten wirklich stehen, wenn sie zu kurzen Hosen oder Röcken getragen werden. Sie stauchen die Beine und verkürzen so optisch den Körper, was oft auch dazu führt, dass die Trägerin breiter wirkt, als sie letzten Endes wirklich ist. Stiefeletten wirken nur bei langen, dünnen Beinen gut, dann muss aber auf die richtige Kombination geachtet werden, eine kurze Hose und Stiefeletten in der gleichen Farbe wirken in Kombination mit einer bunten Strumpfhose sehr gut, man sollte das Farbenspiel allerdings nicht übertreiben.

Im Sommer sollte man allerdings auf Stiefeletten verzichten, da sonst schnell vermutet werden könnte, welche Schweißfüße in den Stiefeletten stecken. Ein tolles Basic sind Stiefeletten zur langen Jeans. Hier hat man zwei Alternativen. Entweder entscheidet man sich für die ausgestellte Variante und trägt die Jeans über den Stiefeletten, das verlängert gerade bei Stiefeletten mit Absatz enorm das Bein. Oder man wählt die Röhrenjeans und trägt sie in den Stiefeletten, damit liegt man absolut im Trend und bekommt keine nasse Hose bei nassem Wetter. Auch zu langen Stoffhosen kann man sie sehr gut tragen, vor allem im Herbst und Winter, wenn es nass-kalt ist und Pumps und andere offene Schuhe nicht mehr tragbar sind.

Auch zu Hosenanzügen sehen Stiefeletten schick aus und sind eine gern gesehene Alternative zu Pumps.
Man sollte generell vermeiden, Stiefeletten zu 3/4 Hosen zu tragen. So werden die Beine optisch gekürzt. Hier sollte man gerade in der kalten Jahreszeit eher eine blickdichte Strumpfhose und Pumps wählen.

Auch zu Röcken sehen Stiefeletten nicht schick aus, vor allem dann nicht, wenn die Stiefeletten nicht eng anliegen, sondern eher noch vom Bein abstehen. Hier sollte die Trägerin eher zu Stiefeln greifen. Auch Leggins verbessern das Outfit nicht, ein 80er-Jahre-Look mag zwar in manchen Kombinationen schick wirken, aber Leggins und Stiefeletten sollten möglichst aus der Modewelt verbannt werden.

Ein absolutes No-Go sind außerdem Stiefeletten zu Kleidern und da ist es völlig egal, um es sich um ein Abendkleid oder das süße Sommerkleid handelt. Stiefeletten wirken dazu einfach nicht schick genug und lassen so das ganze Outfit plump wirken.

Zusammenfassend muss man sagen, dass die Wahl des Outfits in Kombination mit Stiefeletten wohl überlegt sein muss, um nicht in ein modisches Fettnäpfchen zu treten.

Schutz vor den Hufen bei Westernreitstiefel – Schutzkappe

 

Westernreitstiefel zeichen Westernreiter aus. Aber es gibt jedoch einige Sicherheitsmaßnahmen, worauf man bei den Stiefeln achten muss, wenn man diese in einem Laden kauft. Zum einen, passen Sie mir auch richtig, kann mir bei Ihnen auch ein Pferd drauftreten, ohne das ich überwiegende Schmerzen habe oder mir gleich etwas gebrochen wird? Manche Menschen sehen darüber zu leichtsinnig hinweg. Sie denken es sei nicht wichtig, hauptsache der Schuh passt einigermaßen, sitzt wunderbar in einer Jeans und sieht dazu auch noch wunderbar aus und kostet wenig Geld.

Doch das ist meist die falsche Denkweise. Denn es muss nicht das Aussehen passen, sondern die Sicherheit und der Schutz. Was bringt mir ein Schuh, den ich bei einem kleinen Zug verliere und er vorne ganz leicht einknickt? Denn der Schuh muss nicht nur das Reiten aushalten, sondern auch die Feldarbeit und die Arbeiten im Stall, dass es dort auch nicht immer ganz glimpflich abläuft müsste jeder Reiter am Besten aus den eigenen Erfahrungen wissen. Wer solche noch nicht hatte kann froh sein, aber irgendwann kommt soetwas immer mal.

Also, zum Schutz vor den Hufen von dem geliebten Pferd sollte man sich schon nicht unbedingt die billigsten Stiefel zum Westernreiten kaufen. Es gibt verschiedene Firmen, die auch verschiedene Angebote anbieten. Man sollte nicht einfach drauf los kaufen, sondern schon ein bisschen vergleichen, welche Schuhe wie genäht sind, welche Schuhe welche Oberfläche haben. Am Wichtigsten ist jedoch, dass man als Reiter im Westernsport aber auch im anderen Reitsport Schuhe mit Schutzkappen kauft. Diese Schutzkappen sind verschieden.

Es gibt welche, die aus Stahl sind, aber auch welche aus Plastik. Das bringt einem nichts, weil dort braucht das Pferd nur einmal drauftreten und schon ist die Kappe durch. Diese Kappe ist nicht sichtbar. Sie befindet sich in dem Schuh drinn, sie ist sorgfältig eingearbeitet und man sieht es nicht, wenn es einem nicht erzählt wird. Manche denken vielleicht, dass dadurch der Westernreitstiefel nicht sehr schön aussieht, doch da täuscht man sich. Es gibt die wunderschönsten Westernreitstiefel mit den tollsten aufgestickten Mustern und sie haben trotzdem eine Schutzkappe vorne im Schuh.

Es sollte mit großer Bitte darauf geachtet werden, dass die Schuhe eine Stahlkappe haben. Denn wenn es erstmal passiert ist, dass man einen Huf abbekommen hat, dann sind die Schmerzen garnicht mehr auszuhalten. Und das kann sich über einige Tage hinziehen. Und dann muss das geliebte Pferd erstmal in seinem Stall stehen bleiben, weil jede Bewegung die man macht Schmerzen verursacht.

Die richtige Pflege von Lederstiefeln

 

  • Damit Lederstiefel schön und geschmeidig bleiben und man lange Freude daran hat, benötigen Sie eine gezielte intensive Pflege. Es gibt sehr vielseitige Möglichkeiten zur Pflege von Lederstiefeln, angefangen bei der ganz normalen Schuhcreme bis hin zu diversen Spezialprodukten. Zunächst einmal sollten Stiefel immer an einem luftigen und trockenen Ort gelagert werden, vor allem nach der Benutzung bei nassem Wetter.
  • Auch sollten Lederstiefel niemals am Ofen oder an der Heizung zum Trocknen aufgestellt werden. Dadurch können sie schnell brüchig werden. Zur Grundreinigung können alle Stiefel jedoch zunächst mit ein wenig Wasser und einer Bürste vorsichtig vorgereinigt werden. Je empfindlicher die Ledersorte, um so vorsichtiger sollte man bei der Reinigung vorgehen.

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Stiefel schmerzfrei tragen – so gehts

 

Um Stiefel den ganzen Tag schmerzfrei tragen zu können muss man schon beim Kauf auf einige Dinge achten. Generell gilt: Schuhe und Stiefel sollte man am besten abends kaufen, weil unsere Füße abends geschwollener sind als morgens. Das heißt: Stiefel die abends passen, passen am nächsten Morgen auch noch.

Die Stiefel sind natürlich in der richtigen Größe zu kaufen. Man sollte von den Zehen bis vor zur Stiefelspitze gut einen Daumenbreit Platz haben, damit sich die Zehen durch den direkten Kontakt nicht aufreiben. Jedoch sollte man aufpassen, dass man dadurch den Stiefel nicht zu groß wählt. Rutscht man nämlich im Stiefel kann man dadurch Blasen an die Fuße bekommen.

  • Es ist unheimlich wichtig, dass man guten Halt in dem Stiefel hat.

Das Material aus dem der Stiefel gefertigt ist trägt dazu einen großen Teil bei. Er muss guten Halt bieten, dass man in ihm nicht umknickt aber elastisch genug ist, um sich dem Fuß optimal anzupassen.

Für das Wohlbefinden der Füße und das Plus an Komfort sollte der Stiefel ein gut ausgeformtes Fußbett haben. Zudem muss der Stiefel atmungsaktiv sein. Schweißfüße könnten sonst die Folge sein. Möchte man den Stiefel den ganzen Tag tragen, muss man auch damit rechnen, einmal in einen Regenschauer zu geraten. Wasserabweisende Stiefel schützen dann vor nassen Füßen.

Hat man nun einen passenden Schuh aus dem richtigen Material gefunden, sollte man darauf achten, dass der Untergrund auf dem man läuft auch für den Stiefel geeignet ist.

Sendra Boots Toled Pull Oil Negro - klassischer Cowboystiefel - schwarz

Beachtet man diese einfachen Ratschläge, hat man an seinen Stiefeln den ganzen Tag Freude.

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Vielfalt der Lederstiefel

 

Die älteste Abbildung von Stiefeln findet sich in einer Höhle in Spanien als Wandmalerei, sie wird datiert auf ca. 15 000- 13 000 v.Chr. Genau genommen handelt es sich um Füße, die mit Tierhäuten und Fellen umwickelt waren, aber schon der späteren Stiefelform ähnelte.

buffalo-westernreitstiefel

buffalo-westernreitstiefel

Schon in frühester Zeit hat die Menschheit entdeckt, daß Leder als Material für Stiefel vielseitig und zweckmäßig ist. Zunächst dienten Lederstiefel den Jägern vornehmlich zum Schutz der Beine vor Kälte, Nässe und Verletzungen. Aber bereits im 5. Jahrhundert trugen Attilas Hunnen, die Reiter des Dschingis Khan, spanische Siedler und mexikanische Hirten Lederstiefel.


Auch heute werden Stiefel noch von Jägern, Soldaten, Wanderern und Bergsteigern getragen. Auch im Sport finden sie z.B. als Reit- oder Boxerstiefel Verwendung.

Eine Blütezeit erlebte der Lederstiefel ab dem 17. Jahrhundert in Amerika. War doch dort gerade ein neuer Berufsstand entstanden: der Cowboy. Diese Saisonarbeiter, die von Ranch zu Ranch zogen, besaßen in der Regel nicht viel. Ihre Stiefel aber waren Ausdruck von Stand und Stolz. Ihre Work-Boots waren individuell angefertigt und dienten dem Schutz vor Kakteen, Schlangen, Wind und Wetter. 1875 erreichte die Cowboymode samt dem dazugehörigen Stiefeln ihre Hochzeit. ist aber bis heute, wenngleich manchmal nur als Akzent, in der Modewelt präsent.

Warum ist Leder für die Stiefelherstellung so beliebt ?

Leder ist gegerbte und dadurch konservierte Tierhaut. Jede Haut ist unterschiedlich und hat ein eigenständiges Erscheinungsbild. Man unterscheidet die Narbenseite( Haare des Tieres) und die Fleischseite ( Körper des Tieres), kräftige Häute werden gespalten.

Leder wird entweder nach dem Tier, von dem es stammt, nach dem Zweck, für den es bei der Schuhherstellung verwendet wird, oder nach der Verarbeitungsart, unterschieden.

Folgende Tierhäute werden bei Stiefeln verwendet :

  1. Chevreaux (Ziege)
  2. Exotenleder (Schlange, Krokodil, Eidechse)
  3. Porc (Schwein, häufig auch einfach Schweinsleder)
  4. Wildleder (Hirsch, Elch, Reh, Gämse; im allgemeinen Sprachgebrauch fälschlich oft auch Velour- oder Nubukleder genannt)
  5. Rindleder und Kalbleder ( Babycalf – das Kalb hat nur Muttermilch zu sich genommen
  6. Boxcalf- das Tier wiegt bis zu 300 kg; Mastcalf- über 300kg Lebendgewicht)

Nach dem Verwendungszweck werden unterschieden: Oberleder für das äußere Oberteil und den Schaft, Sohlleder und Futterleder.

Folgende Lederarten lassen sich nach der Verarbeitung unterscheiden:

  1. Lackleder wurde mit einer Lackschicht versehen
  2. Nubukleder erhält seine feine, samtartige Struktur durch Anschleifen der Oberfläche
  3. Rauhleder ist velourartig aufgerauhtes
  4. chromgegerbtes Rind- oder Kalbleder
  5. Durch Bürsten des gegerbten Leders mit Eisensalzlösungen entsteht Schwarzleder
  6. Velourleder ist ein Sammelbegriff für Ledersorten mit aufgerauhter Oberfläche, die auf der Fleisch- oder Narbenseite angeschliffen wurden. Ebenso wird dieser Begriff verwendet für Leder, bei dem die raue Fleischseite nach außen gewendet wurde

Leder vereint zahlreiche Vorteile in sich, die kaum ein anderes Material gerade im Hinblick auf die Stiefelherstellung bieten kann. Da es dehnbar und geschmeidig ist, paßt es sich den Veränderungen der Füße im Laufe eines Tages hervorragend an. Aufgrund der Atmungsaktivität ist immer für ein gutes Klima im Schuh gesorgt. Feuchtigkeit staut sich nicht im Inneren, was für die Fußgesundheit von unschätzbarem Wert ist. Gleichzeitig kann von außen Kälte nicht eindringen. Darüberhinaus ist Leder extrem strapazierfähig, formbeständig und langlebig. Gut gepflegte Lederstiefel können dem Träger/ der Trägerin über Jahre hinaus Freude bereiten. Und natürlich ist das Naturprodukt Leder bekannt für seine zeitlose Schönheit.

Gerade am Naturprodukt Leder ist aber in neuerer Zeit auch Kritik laut geworden: meist stammt das Leder für die Schuhherstellung von jungen Tieren, die aus sog. Tierfabriken mit fragwürdigen Haltungs- und Schlachtmethoden kommen. Zudem wird das Leder mithilfe giftiger Chemikalien gegerbt, die es teilweise sogar zu Sondermüll werden lassen. In der Pflege kann Leder sehr aufwändig sein, vor allem wenn es um Imprägnieren und Wachsen geht. Auch zu schnelles Trocknen bekommt dem Leder schlecht und kann zu Rißbildung führen. Leder als Futter im Schuh nimmt viel Feuchtigkeit auf, die dann besonders bei starkem Schwitzen nicht schnell genug abtransportiert werden kann. In der Folge wird das Leder glitschig, trocknet nur schwer und entwickelt einen unangenehmen Geruch.

Während ein Halbschuh nur bis zur Fußbeuge reicht, zeichnet sich ein Stiefel durch eine Schafthöhe bis mindestens über den Knöchel aus. Die kurze Form, die knapp über dem Knöchel endet, wird als Stiefelette bezeichnet. Das andere Extrem sind die Überkniestiefel, im allgemeinen Sprachgebrauch auch bekannt als “Overknees“, die wie der Name schon sagt, bis übers Knie hinausreichen.

Oft ist die Entscheidung für einen Stiefel von rein modischen Aspekten getragen. Es gibt aber auch Fälle, in denen die besondere Form des Stiefels eine wichtige Funktion zu erfüllen hat. Der Stiefel stützt das Fußgelenk z.B. beim Bergsteigen oder Eislaufen besonders gut. Beim Reiten scheuert das Bein des Reiters nicht am Sattel und liegt ruhiger am Pferdekörper an. Im unwegsamen Gelände schützt ein hoher Schaft vor Verletzungen durch Gestrüpp und vor Insektenstichen oder auch Zeckenbissen. Und nicht zuletzt ist in kalten Gegenden der Stiefel als Wärmeschutz nicht wegzudenken.

Die meisten bekannten Schuhmarken wie etwa Ara, Geox, Timberland, Rieker, Paul Kaiser, Peter Green, Boss, und Donna Diesel haben auch eine Kollektion von Lederstiefeln vorzuweisen. Einige davon haben Kultstatus erlangt, wie etwa Doc Martens, deren Träger sich ursprünglich einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlten oder Manolo Blahnik durch die Fernsehserie “Sex and the City”. Die bekanntesten Hersteller von Cowboystiefeln sind Buffalo und Tony Mora, bei Reitstiefeln Cavallo.

Der Stiefel – Zweck und Zierde in der Moderne

 

Der Stiefel ist aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Seine Vielseitigkeit hat ihn über die Jahrhunderte hinweg zu einem der beliebtesten Schuhtypen weltweit etabliert. Doch wie genau definiert man ihn eigentlich? Im Allgemeinen werden Schuhe, deren Schaftlänge mindestens achtzig Prozent ihrer Schuhlänge beträgt, als Stiefel bezeichnet.

Kurzum ist ein Stiefel ein Schuh, der zumindest über den Knöchel reicht, meist auch die Wade bedeckt. Man findet ihn heute in den verschiedensten Ausführungen: als Gummistiefel, als Wanderstiefel, als Motorradstiefel oder auch als schickes Mode-Accessoire. Ob die Stiefel neu oder gebraucht gekauft werden, ist dabei egal – hauptsache sie sind zweckmäßig und bequem.

Historie

Stiefel können auf eine lange, interessante Geschichte zurückgreifen. Wandmalereien bestätigen, dass schon 13.000 – 15.000 v. Chr. Stiefel getragen worden sind. Die Zeichnungen stellen Jäger dar und belegen, dass Stiefel vorwiegend zum Wärmen der Füße und als Schutz gegen Einwirkungen von außen getragen wurden. Bis Ende des zweiten Weltkrieges fand der Stiefel hauptsächlich im Militär Verwendung. Erst danach ist der Stiefel als Modeschuh weitgehend zugänglich geworden.

Welche verschiedenen Stiefel Arten gibt es eigentlich?

Stiefel können auf unterschiedliche Art und Weise kategorisiert werden. Wenn man sich an der Schaftlänge des Schuhes orientiert, kann man zum Beispiel Stiefeletten von Overknees unterscheiden. Stiefeletten kamen erstmals zu Beginn des neuzehnten Jahrhunderts auf. Das äußerliche Hauptmerkmal der Stiefelette ist ihr bis kurz über den Knöchel des Trägers gehender Schnitt. In seiner Form ist die Stiefelette damals noch relativ eckig gehalten worden und hatte bis zu 7cm hohe Absätze. Anfangs nur für Adlige erhältlich, schaffte dieser Schuh Ende des neunzehnten Jahrhunderts den Durchbruch und wurde als gängiger Straßen-Halbschuh akzeptiert. Overknee-Stiefel verbreiteten sich Anfang der Siebziger und man unterscheidet zwei grundlegende Arten: Zum einen gibt es den Overknee-Stiefel, der als modische Ergänzung zu einfachen Alltagsoutfits getragen wird. Zum anderen gibt es den Overknee-Stiefel aus Glanzlack, dem eine eher erotische Bedeutung zukommt. Heute ist der Overknee nach fast vierzig Jahren wieder in Mode und in den meisten Fachgeschäften erhältlich. Overknees bestehen übrigens meist aus Latex.

Versuch der Einordnung

Man kann Stiefel nicht nur nach ihrer Schaftlänge, sondern auch nach ihrem Verwendungszweck kategorisieren. Zu den Zweckschuhen gehören zum Beispiel Reitstiefel. Bis ca. 1830 war der Reitstiefel die einzige Art Stiefel, die auch von Frauen getragen werden durfte. Um den Schuh auf die Ansprüche des Reitens anzupassen, hat der Schuh optimalerweise nur eine Sohle um Stürze zu vermeiden.

Bei mehreren Sohlen ist die Gefahr groß, dass Reiter in den Steigbügeln ihres Pferdes hängen bleiben können. Reitstiefel werden aus Leder, Gummi oder PVC hergestellt und es gibt sie in verschiedenen Formen wie z.B. als Dressurstiefel oder auch als Sprungstiefel.

  • Ein weiterer Zweckschuh ist der Wanderstiefel. Dieser wird, wie der Name schon sagt, zum Wandern in freier Natur genutzt. Das Besondere am Wanderstiefel ist sein tiefes, rutschfestes Profil und seine Wasserdichtigkeit. Außerdem stützt und entlastet dieser Stiefel den Fuß, indem er bis kurz über den Knöchel reicht und somit schmerzhafte Verletzungen vorbeugen kann.
  • Das Material des Wanderstiefels besteht oftmals aus Leder oder Kunstfaser. Der Bundeswehrstiefel gehört ebenfalls zu den Zweckschuhen. Er wird aus Leder gefertigt und ist wie auch der Wanderstiefel mit einem tiefen, rutschfesten Profil ausgestattet. Die aktuellste Version des Bundeswehrstiefels ist mit zwei Kunststoffplatten versehen, die dem Schutz der Füße dienen.
    Der DamenstiefelEs gibt auch Stiefel, die sowohl Zweck- als auch Modeschuh sind. So schützt zum Beispiel der Winterstiefel vor Kälte und kann gleichzeitig modisch überzeugen. Winterstiefel gibt es in allen Varianten. Erst kürzlich sind die sogenannten „Moonboots“ wieder in Mode gekommen. Diese wurden den Mondstiefeln, die amerikanische Astronauten bei der ersten Mondlandung trugen, angepasst. Sie werden aus Kunststoff gefertigt, sind wasserabweisend und von innen mit Kunstfell ausgestattet. Damit halten sie den Fuß warm und dienen gleichzeitig als Modeaccessoire.
  • Stiefel können auch nach dem Material, aus dem sie gefertigt werden, kategorisiert werden. Das wohl am meisten vertretene Stiefelmaterial ist Leder. Sowohl Kunststoffleder, als auch Echtleder sind in der Stiefelwelt sehr gefragt.
  • Aber auch andere Materialien werden bei der Stiefelverarbeitung verarbeitet. So wird der Gummistiefel, aufgrund seines Verwendungszwecks, aus Gummi oder auch aus Kunststoff hergestellt. Der Gummistiefel gehört zu einer der ältesten Arten des Stiefels. Einfache Ausführungen wurden bereits bei der Urbevölkerung Südamerikas hergestellt. Als Gummi dann Anfang des Neunzehnten Jahrhunderts erstmals so produziert wurde, wie wir es heute kennen, wurde der Gummistiefel für dir breiten Massen zugänglich. Heute ist er in der Industrie unersetzbar und auch in der Modewelt immer gefragter.
  • Ein reiner Modestiefel, der aufgrund seines Materials in den Siebzigern bekannt wurde, ist der Plateaustiefel. Dabei handelt es sich um einen Langschaftstiefel, der eine zentimeterdicke Plateausohle besitzt. Das Wort „Plateau“ kommt aus dem Französischem und steht für „Hochfläche“. Und der Plateaustiefel macht seinem Namen alle Ehre: Seine Sohle ist zwischen drei und zehn Zentimetern dick. Einige Plateaustiefel erreichen sogar Höhen von bis zu vierzig Zentimetern und treffen bei Schuhfetischisten auf große Resonanz.
  • Der Cowboystiefel, oder auch Western-Boot genannt, hat seinen Ursprung in den USA. Mitte des 17. Jahrhunderts etablierte sich der Berufsstand des Cowboys und mit ihm wurde einer der wohl berühmtesten Modetrends aus den Staaten geboren. Doch bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts blieb der Westernstiefel ein Arbeitsschuh. Erst als mit den ersten Hollywood-Filmen der Mythos des Cowboys geprägt wurde, konnte man den Cowboy-Stiefel als Modeschuh erwerben. Er reicht meist bis kurz unter das Knie und hat normalerweise einen kleinen bis mittleren Absatz. Übrigens werden auch heute noch die echten Cowboy-Boots im Süden der USA hergestellt. Da sie allerdings nicht mehr zu den Zweckschuhen gehören und aus wertvollen Materialien wie zum Beispiel Strauß oder Schlange gefertigt werden, sind sie oftmals sehr preisintensiv. In Deutschland kann man die einfacheren Ausführungen des Cowboy-Stiefels in jedem Schuhgeschäft kaufen.

Ob Zweck- oder Modeschuh, der Stiefel wird sich wohl immer weiterentwickeln. Sowohl in der Industrie, als auch in der Modewelt ist er unersetzbar und zählt zu einem der interessantesten Schuhwerke, die es je gab.

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Biker Boots – nicht nur für harte Männer

 

Ihren Ursprung haben Biker Boots im wilden Westen der Vereinigten Staaten von Amerika. Genauer gesagt, bei den Soldaten des amerikanischen Bürgerkriegs. Sie waren die Ersten die robuste Lederstiefel trugen. Als nach dem Krieg die Cowboys diese Stiefel bei der Arbeit tragen wollten, stellten sie fest, dass diese Stiefel zu klobig und zu unbequem waren.

Die Entwicklung hin zum Biker Stiefel:

Es war der Schuhmacher Charles Hayer aus Kansas der die Stiefel aus strapazierfähigem Rinderleder für den Alltag der Viehtreiber optimierte. Er fertigte Stiefel mit einem kleinen Blockabsatz, mit denen der Fuss einen optimalen Sitz im Steigbügel hatte. Der ungerade Schaft in V-Form ermöglichte ein problemloses Tragen des Hosenbeines im Stiefel und die kleinen Schlaufen links und rechts am Schaft vereinfac

hte das Anziehen der Stiefel. Das Leder war so robust, das selbst das Tragen der Sporen keine Spuren hinterließ.
Bald waren die praktischen Stiefel aus dem Alltag der Cowboys nicht mehr wegzudenken. Da vor hundert Jahren die einfachen Cowboys und Farmarbeiter sich kein zweites Paar dieser handgenähten Stiefel leisten konnten, wurden sie auch in Freizeit getragen.

Es dauerte nicht lange, bis die Westernstiefel fester Bestandteil, zum Beispiel beim Line- oder Squaredance waren. Im Unterschied zu den Arbeitsstiefeln wurden die Stiefel für den Tanz allerdings aus sehr weichem und geschmeidigen Leder gemacht, um Qualen beim Tanzen zu vermeiden.

Um Arbeits- und Freizeitstiefel voneinander zu unterscheiden, begannen die Schuster Westernstiefel mit Verzierungen zu produzieren. An den Schäften wurden kunstvolle Motive eingestickt oder auch eingebrannt. Schließlich wurden die einstigen Arbeitsstiefel zu einem Kult, nicht nur für Cowboys.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Westernstiefel mehr und mehr zu einem modischen Accessoire für Männer und Frauen. Die Form und das Leder wurden weiterentwickelt, denn die Stiefel mussten anderen Anforderungen entsprechen. Als das motorisierte Zeitalter begann, wurden aus den Westernstiefel Biker Boots.

Sinn und Zweck der Stiefeln blieben in etwa gleich. Robuste Lederstiefel, die nun allerdings nicht mehr für Reiter gedacht waren, sondern für Motorradfahrer.

Biker Boots gibt es in unzähligen Modellen und Variationen. Beliebt ist der “Old Style” also die Biker Boots die in ihrer Form den Western Boots sehr ähnlich sind. Auch die Motorradstiefel haben einen halbhohen, V-förmigen Schaft und die typischen Schlaufen, aber statt der Sporen dekorative Schnallen. Einen gravierender Unterschied gibt es zwischen den Biker Boots und den klassischen Westernstiefeln, die Motorradfahrer Boots haben eine zwei bis vier Millimeter dickere Gummisohle. Die Cowboys von heute bändigen schließlich mehr als ein PS. Gemeinsam haben beide Boots die charakteristische breite Fußform und Lauffläche, den engen Schaft und den zumeist handgenähten Rahmen.

Sehr authentisch sind Biker Boots die direkt aus den USA kommen. Diese Boots sind originalgetreue Nachbildungen der Western Boots aus dem 19. Jahrhundert. Gefertigt aus hochwertigem Rinderleder, mit einem sehr hohen Schaft waren diese Stiefel nicht nur zum Reiten, sondern auch zum Ausgehen gedacht.

Die Klassiker unter den Biker Boots im “Old Style” aber sind die ehemaligen Cowboy Working Boots. Diese Boots fallen durch ihre besonders bullige Form und ihren markanten Absatz auf. Diesen breiten und klobigen Absatz hatten in frührer Zeit die Boots der Rodeoreiter. Über dem Spann ist das Leder verstärkt, um den Reiter beziehungsweise den Motorradfahrer vor Verletzungen zu schützen. Bei den Biker Boots ist die Außensohle gegen Öl resistent, um ein Abrutschen des Fusses während der Fahrt zu verhindern. Diese Schmuckstück sind aus schwarzem oder dunkelbrauem Rinderleder prächtig verziert und haben an den Schaftseiten ein eingestanztes Loch, um das Anziehen zu erleichtern.

Eingefleischte Motorradfahrer die mehr auf Funktionalität als auf das Äußere achten, werden sich eher nicht für Boots im Nostalgie Style, sondern für klassische Biker Boots entscheiden. Diese Biker Boots werden zum Beispiel von Harley Davidson Fahrern bevorzugt und das aus gutem Grund. Die Stiefel sind aus einem sehr geschmeidigen, aber gleichzeitig sehr robustem Rinderleder gefertigt. Sie haben Stahlkappen, die noch einmal zusätzlich mit Lederstücken verstärkt sind und die extra dicke Gummisohle ist ölresistent. Motorradfahrer schwören auf diese Biker Boots, auf Grund ihrer sehr guten Passform und Bequemlichkeit. Bei guter Pflege halten diese Stiefel viele Jahre.

Wer sich nicht mit den klobigen Biker Boots anfreunden kann, aber trotzdem formschöne Stiefel zum Motorradfahren tragen möchte, der wählt vielleicht eine Biker Stiefelette. In der Form unterscheiden sich Biker Stiefeletten von Biker Boots durch eine schmalere Spitze, statt der Gummisohle haben sie eine Ledersohle und der Absatz ist deutlich flacher. Biker Stiefeletten sind aus weichem Kalbsleder und wirken gegenüber den wuchtigen Biker Boots elegant.

Für Gelegenheitsmotorradfahrer, die trotzdem cool und lässig aussehen möchten, sind Biker Stiefeletten optimal zur Jeans.

Biker die das Extravagante lieben entscheiden sich vielleicht für Biker Boots aus Reptilienleder. Sehr beliebt sind Stiefel und Stiefeletten aus Pythonleder, da diese Schlangen eine markante Zeichnung haben. Für den Spann der Stiefel wird die Haut aus dem Rücken der Schlange verarbeitet, den dieser Teil hat die auffälligste Schuppenzeichnung. Es gehört schon etwas Mut dazu, diese Biker Boots in Weiß oder Gelb zu tragen.

Auch Biker Boots für Damen sind aus derbem und robustem Rinderleder, die Passform ist allerdings schmaler, die Stiefel wirken nicht ganz so groß und wuchtig. Viele weibliche Motorradfahrer wählen Biker Boots, deren Schafthöhe bis zum Knie reicht. Durch den hohen Schaft sehen diese Biker Boots auch zu einem Kleid oder zu einem Rock toll aus. Zusätzlich haben diese Stiefel, die an die Stiefel der amerikanischen Polizisten im 20. Jahrhundert erinnern, oben am Schaft eine dekorative und verstellbare Schnalle, damit die Hose auch in den Stiefeln getragen werden kann.
Aber auch bei den Damen sind die echten, derben Biker Boots ganz oben auf der modischen Hitliste.

Man muss nicht unbedingt Motorrad fahren um mit Biker Boots zu glänzen, auch im alltäglichen Leben haben diese Stiefel viele Vorteile. Für alle die gerne in der Natur sind, oft spazieren gehen oder wandern, sind diese Boots ein treuer und pflegeleichter Begleiter und eine gute Investition. Sie sind durch ihre dicke Sohle wasserdicht, das Leder hält viele Strapazen aus und sie sind einfach zu pflegen. Im Winter können problemlos dicke Wollstrümpfe darin getragen werden, die die Füße optimal warm halten.

Seit ihrer Erfindung vor 120 Jahren sind Boots nie aus der Mode gekommen. Für viele sind Western- und Biker Boots noch immer ein Symbol für Freiheit und Abenteuer und werden es wahrscheinlich auch bleiben.

So weit die Cowboystiefel einen tragen

 

Der Cowboystiefel oder auch Westernstiefel genannt, ist ein Nachkomme der Ende des 18.Jahrhundert getragenen Militärboots. Wer aber zu Pferd unterwegs war, konnte mit diesen klobigen Stiefeln nichts anfangen, denn er kam nicht einmal in den Steigbügel damit. Der legendäre Cowboystiefel war zu dieser Zeit noch unbekannt.

  • Entstehung der Westernmode

Ein deutscher Schuhmacher mit dem Namen Hyer wanderte im Jahre 1850 mit seinem Sohn Edward in die USA aus.
Im Jahre 1852 kam dann der zweite Sohn und Bruder von Edward mit dem Namen Charles zur Welt. Im fortschreitenden Alter lernte Charles von seinem Vater das Schuhmacherhandwerk. Ende des 18. Jahrhunderts zog Charles von den USA nach Kanada und eröffnete dort einen Schuhmacher-Laden. Das Geschäft florierte und Charles bat seinen Bruder Edward ihm zu helfen. Daraufhin zog auch Edward nach Kanada. Zusammen arbeiteten die beiden in dem Schuhmacher-Laden von Charles, bis eines Tages ein Cowboy in den Laden kam, weil er unzufrieden mit seinen bisherigen Stiefeln war.

  • Wie entwickelte sich die Form?

Nach genauen Vorstellungen des Cowboys entschied man sich für bis dahin unbekannte Form, zu einer spitzen Variante, was den Einstieg in den Steigbügel erleichtern soll und einem hochgezogenen Absatz, damit der Stiefel fest im Steigbügel sitzt und nicht gleich wieder rausrutscht. Nach diesen Vorgaben des Cowboys wurde dann der Stiefel von Hand gefertigt und der erste Cowboystiefel war geboren.

Von der Passform, der Haltbarkeit und der Nutzbarkeit überzeugt, machte der fremde Cowboy fortan mit seinen neuen bis dahin unbekannten Cowboystiefeln automatisch bei anderen Cowboys Werbung.

Ziemlich zum Ende des 18. Jahrhunderts stellten Charles und Edward ihren Betrieb um und widmeten sich nur noch der Herstellung von Boots und Cowboystiefeln unter ihrem neuen Firmennamen:

Hyer’s Boot Companie. Dieser Name ging später in die Geschichte ein. Das Unternehmen wuchs und es wurden mehr Schuhmachergesellen eingestellt, hauptsächlich Auswanderer aus Deutschland und Polen. Ab Anfang des 19. Jahrhundert schied sein Bruder Edward aus dem Betrieb aus und Charles leitete die Firma alleine weiter. Bis zu seinem Tod im Jahre 1921 wurden schon damals rund 15.000 paar Stiefel jährlich produziert. Seine Söhne leiteten die Firma noch bis zum Jahr 1977 und verkauften die bis dahin schon zur Legende gewordene Firma.

  • Cowboystiefel und die USA sind untrennbar miteinander verbunden

Nicht nur die Firma war Legende, vor allen Dingen die Cowboystiefel waren es und sind es noch heute. Alles was in den USA Rang und Namen hat, von der Politik bis zu den Stars, von Präsident Roosevelt bis Ronald Reagan, Henry Ford und weiter zu Schwarzenegger und Madonna trug und trägt noch heute Cowboystiefel.

Der original amerikanische Cowboystiefel wird auch heute noch in allen Längen und nahezu allen Lederarten bis zu Straussenleder und Schlangenleder hergestellt. Selbst die Formen, spitz, nicht so spitz oder Absätze in den verschiedensten Formen und Höhen werden handvernäht hergestellt.

  • Herstellung

Gute Qualitätsstiefel sind von einer rahmengenähten Lederbespannung geprägt und auch zu Anlässen in Texas z. B. bei den Ölbaronen ein durchaus axeptiertes standesgemäßes Schuhwerk.

In den Staaten werden sie nicht nur als Modegag getragen, dort gehört der Cowboy-oder Westernstiefel in vielen Bundesländern zum grauen Alltag und wird auch zur festlichen Abendgarderobe getragen. Natürlich ist der Cowboystiefel auch der absolute Kultstiefel bei Veranstaltungen wie Rodeo, Westerntanzturniere, Countryabende und sonstige Vorführungen. Anfang der 70iger Jahre besann sich auch die europäische Modebranche der original amerikanischen Cowboystiefel, um daraus einen Modetrend zu entwickeln. Alles was Rang und Namen hatte rannte fortan mit Cowboystiefeln durch die Gegend, nur mit einem kleinen Unterschied. In Amerika ist es ein original Cowboystiefel, der noch heute von den Cowboys zur Arbeit getragen wird.

  • Wie sieht es in Europa aus?

Hier in Europa ist der Cowboystiefel nur eine Modeerscheinung gewesen und wich vom Material, Verarbeitung und Leder stark von den amerikanischen Cowboystiefeln ab, denn sie hatten den harten Einsatz ja auch nicht zu befürchten. Nur in den Städten war es etwas anders, dort entwickelte sich der Cowboystiefel nicht nur zu einem Modetrend, sondern zu einem Kultstiefel, wo es auch auf die Qualität ankommt.

Jeder rannte mit Cowboystiefeln rum und der erste Blick des anderen ging erst einmal nach unten um die Qualität des Cowboystiefels zu testen, ähnlich wie heute der Blick auf die Armbanduhr des anderen. Zu der Zeit ging auf Ibiza ohne Cowboystiefel überhaupt nichts. Fast jede Boutique führte Cowboystiefel im Programm und 80% der jungen Damen waren nur noch in Cowboystiefeln anzutreffen. Man konnte sofort weibliche Neuankömmlinge an den Cowboystiefeln erkennen. Wer als Frau keine hatte, rannte ersteinmal in die nächste Boutique um sich welche zu kaufen. Eine Frau ohne Cowboystiefel auf Ibiza war wie ein Auto ohne Benzin, undenkbar.

Dann ging der Trend der Cowboystiefel langsam den Bach hinunter, zumindest in Europa. In den Staaten ist immer noch eine Schuhmanufaktur ansässig, die von vielen Stars und Prominenten einen Leisten besitzt, wonach jeder Zeit ein massgeschneiderter Cowboystiefel angefertigt werden kann. Julia Roberts hat anlässlich ihrer Zwillinge die Initialen der beiden in die Stiefel nähen lassen. In Amerika ist eben alles möglich!

In der jetzigen Zeit ist der Cowboystiefel in Europa nicht mehr so ganz angesagt. Was nichts heißt, denn einige fahren auch noch Manta und andere tragen einen Cowboyhut mitten in Deutschland. In Großstädten fällt man auf jeden Fall mit Cowboystiefel auf, alleine schon durch seine Farbgebung und der verschiedenen Lederkombinationen, sieht man einmal von den schlichten Cowboystiefeln ab. Vielleicht gefällt es dem einen oder anderen auch, als “Crocodile Dundee” durch die Stadt zu laufen.

Immer wieder versucht die Modeindustrie Cowboystiefel trendgerecht zu vermarkten, mit derzeit minderem Erfog. Es wird immer Menschen geben, denen ein Modetrend völlig egal ist, das ist auch gut so. Wer sich in seinen qualitativ guten Cowboystiefeln wohl fühlt, soll sie auch tragen, ob Trend oder nicht Trend. Keiner wird jeden Tag Nudeln essen, nur weil einer aus der Modewelt sagt:” Die sind jetzt in.” Es ist ja auch nicht so, dass man sie nicht mehr tragen kann! Derzeit sind Cowboystiefel einfach ein Nischenprodukt, ein Mitlaufartikel für den es immer Kunden geben wird, genauso wie für Gummistiefel, die sind weder modern, noch unmodern und werden weltweit getragen.

Trotz alledem wird es immer eine Gemeinde eingeschworener Cowboystiefel-Träger geben. In Hamburg auf der Reeperbahn bietet ein Geschäft schon seit über zwanzig Jahren Cowboystiefel in rauhen Mengen an. Die würden es ja nicht machen, wenn es dafür keine Käufer gibt.

Schnell kann jedoch ein Nischenprodukt wieder von Heute auf Morgen zum absoluten Renner werden, es müssen nur ein paar Stars damit rumlaufen, oder eines der angesagtesten Label nimmt die Kultstiefel wieder mit in sein modisches Programm auf. Dann ist der Cowboystiefel wieder trendig.

Der Gummistiefel – Der Schuh des Alltags

 

Gummistiefel sind zunächst nützliche Schuhe bei bestimmten Wetterbedingungen, oder sind sie etwa doch der neueste Trend? Zunächst einmal sind es wasserdichte Stiefel, die einem bis zu den Waden oder den Knien reichen und meist einen weiten Schaft besitzen.

Während es heutzutage einerseits ein brauchbares Schuhwerk für Jäger, Angler und Bauarbeiter ist, oder andererseits bereits zu den modischen Schuhen gehört, gab es diese Art von Schuhen schon bei anderen Urbevölkerungen. Da die Stiefel bei Hitze zu sehr klebten und bei Kälte spröde waren, fanden sie in Europa zuallererst kein großes Interesse. Dank Charles Goodyear, der im Jahre 1840 herausfand, dass der Gummi mit Ruß und Schwefel vermischt und durch Erhitzen vulkanisiert auf Dauer elastischer wird, änderte sich dies. In Südamerika wurde durch das Tränken von Stoffschuhen eine primitive Art von Gummistiefeln hergestellt und galt von Anfang an als ein beliebtes Produkt. Die Haltbarkeit wurde durch den Pflanzensaft erreicht, da die Latexsubstanz vernetzt wurde.

Wissen Sie wie ein Gummistiefel eigentlich hergestellt wird?

Durch die Industrialisierung und die Fortschritte der Technik hat sich der Fertigungsprozess als auch das Material, welches für die Herstellung der Stiefel verwendet wird, im Laufe der Zeit verändert. Die traditionelle Methode der Herstellung ist die Handarbeit, bei der das Naturkautschukmaterial zugeschnitten und auf einen Aluminiumleisten angebracht und aufgedrückt wird. Der vorgefertigte Gummistiefel wird nun in einem Heißluftofen bei 140°C vulkanisiert.

Echte Handarbeit

Diese Handarbeit hat verschiedene Vorteile. Somit ist zum Beispiel ein hoher Komfort beim Tragen des Gummistiefels, durch das Verwenden verschiedener Sorten von Gummi für die Sohle, die Verstärkung, den Absatz und für das Obermaterial, garantiert. Außerdem besteht die Möglichkeit neue und moderne Sportschuhtechniken zu integrieren. Der Preis handgefertigter Gummistiefel ist jedoch meist höher.

Billige Gummistiefel

Preiswerter sind Stiefel, die in einem halbautomatischen Prozess mit Hilfe von Pressformen hergestellt werden. Die geteilte Form presst das noch weiche Gummi auf den Leisten und wird nach dem Vulkanisieren geöffnet. Die Trennfuge der Form, die am fertigen Stiefel sichtbar ist, ist das Merkmal dieses Prozesses. Dennoch ermöglicht dieser Prozess die Herstellung robuster Gummistiefel, die meist für die Arbeit verwendet werden.

Was hat die Industrialisierung damit zu tun?

Am Höhepunkt der Industrialisierung angelangt, werden Gummistiefel aus Kunststoff vollautomatisch in einem Spritzverfahren hergestellt. Mit Druck wird der thermoplastische Kunststoff heiß in die teilbare Form eingespritzt und nach der Abkühlung als ein fertiger Gummistiefel aus der Form entnommen. Wie bei dem halbautomatischen Prozess besitzen diese Stiefel eine sichtbare Trennfuge. Auf Grund der Automatisierung ist jedoch eine Massenherstellung zu günstigen Preisen möglich.

In allen Prozessen werden Gummistiefel hergestellt, die absolut wasserdicht sind und daher können sie in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. Kombiniert mit Berufs- und Freizeitkleidung werden sie oft als Regenschutz oder sogar als Modeartikel getragen. Besonders beliebt ist dieses wasserdichte und leicht zu reinigende Schuhwerk bei der Arbeit in der Forstwirtschaft, bei Kanalisationsarbeiten, in Fischereien oder zum Beispiel im Baugewerbe. Doch neben der Tatsache der Nützlichkeit dieses Schuhwerks, wurden die Gummistiefel zum Trend. In vielen Geschäften sind Gummistiefel heutzutage in allen Variationen vorzufinden. In den verschiedensten Farben, als auch mit unterschiedlich hohen Absätzen kann man das Schuhwerk bereits kaufen. Besonders durch die bunt bedruckte Aufmachung wurde der Gummistiefel bei den Frauen zu einem modischen Schuh.

Gummistiefel sind einfach nur praktisch!!

Neben ihrer Nützlichkeit und der Tatsache, dass sie heutzutage den neuesten Trend darstellen, haben Gummistiefel viele weitere Vorteile. Gegenüber anderen Stiefeln, für die man meist viele verschiedene Pflegemittel braucht oder sie meist überhaupt nicht mehr reinigen kann, sind Gummistiefel besonders pflegeleicht. Sowohl leichte als auch grobe Verschmutzungen können ganz einfach mit Wasser, und bei Bedarf auch leichte Kernseifenlauge, abgespült werden. Natürlich gibt es auch bei Gummistiefeln weitere Pflegeprodukte, wie zum Beispiel Glyzerin, um sie vor Versprödung zu schützen. Um das vorzeitige Altern des Gummis zu verhindern und die Oberfläche aufzufrischen, kann Silikonöl verwendet werden. Im Allgemeinen bedarf es jedoch keiner großen Pflege wie bei anderen Stiefeln, wenn diese bei den gleichen Wetterbedingungen verwendet werden. Gummistiefel sind robust, elastisch und bei Temperaturschwankungen und plötzlichen Regenfällen von Vorteil. Im Gegensatz zu anderen Schuhen werden sie jedoch am besten lichtgeschützt und kühl gelagert.

Aus was bestehen Gummistiefel?

Klassische Gummistiefel bestehen ursprünglich aus Naturgummi, Latex, und auch heute noch werden hochwertige Gummistiefel aus echtem Naturkautschuk, meist mit hohen Anteilen von Latex, hergestellt. Gegenüber bestimmter Chemikalien oder hoher UV-Strahlung sind diese zwar etwas anfälliger, verändern dennoch nicht ihre Flexibilität. Die farbigen und verspielten Gummistiefel, die in den Geschäften als der neueste Trend ausgestellt werden, sind jedoch lediglich aus PVC, Polyvinylchlorid, ein amorpher thermoplastischer Kunststoff. Im Allgemeinen gibt es die unterschiedlichsten Gummistiefel zu kaufen.

Neben dem Material unterscheiden sich auch der Schnitt und die Beschaffenheit der Stiefel. Von einem breiten bis hin zu einem sehr schmalen und zum Zuschnüren geeigneten Schaft und dicke oder dünnere Solen, sind alle Variationen im Verkauf vorhanden.

Besonders beim Kauf von Gummistiefeln ist auf die Unterschiede des Materials, der Beschaffenheit und des Schnitts zu achten. Möchte man die Gummistiefel mit der Freizeitkleidung kombinieren, ist man meist eher daran interessiert, ob einem die Farben gefallen und das Schuhwerk vom Schnitt her passt. Hierbei ist ein schmaler Schaft oft von Vorteil. Die Möglichkeit den Schaft je nach Bedarf enger schnüren zu können ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt.

Ob diese Gummistiefel nun aus dem besten Material hergestellt wurden oder nur aus PVC bestehen, ist hier zunächst nicht die größte Beachtung zu schenken. Gummistiefel sind stets absolut wasserdicht und dienen daher auch ihrem Zweck, an einem regnerischen Tag als optimales Schuhwerk zu dienen.

Anders ist es bei dem Wunsch die passenden Gummistiefel für weite Wanderungen in sumpfigen Gebieten, als Angler oder Jäger, oder, zum Beispiel, an einem langen Arbeitstag auf der Baustelle zu finden. Hierbei sind meist Gummistiefel aus PVC vom Kauf ausgeschlossen, da das Material besonders robust und strapazierfähig sein sollte. Die Sohlen sollten dicker sein als bei den modischen Gummistiefeln, damit sie als Schuhwerk für Wanderungen dienen und dem Fuß Halt und Komfort bieten. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen wäre auch die Sonderausstattung eines Futters aus Fleece im Inneren des Gummistiefels von Vorteil.

Im Allgemeinen hat sich der Gummistiefel auf Grund seiner Nützlichkeit im Laufe der Zeit zu einem Schuh des Alltags entwickelt. Heutzutage tragen ihn nicht nur die Arbeiter auf Baustellen oder in der Forstwirtschaft sondern auch modebewusste Frauen zu ihrer schicken Freizeitkleidung.

Overknees für figurbetonte Mode

 

  • Mit der Mode ist das so eine Sache, eine wirkliche neue Mode gibt es wahrscheinlich gart nicht. Alles was zum neusten Trend gehört, war schon einmal da. So ist es auch mit den Overknees. Ihre größte Zeit war in den 70er Jahren. Jede Frau, die etwas auf sich hielt und über eine gesunde Portion Selbstbewusstsein verfügte, trug Overknees. Nach Möglichkeit mit sehr hohen Absätzen, entweder als Plateauabsatz, oder aber mit einem sehr dicken und klobigem Absatz – hauptsache sie waren hoch.
  • Erfunden wurde der Overknee eigentlich, um die Beine vor Verletzungen zu schützen oder um die Beine warm und trocken zu halten. Doch es dauerte gar nicht allzu lange und sie wurden für die Modewelt der Damen genutzt. Auch beim Reiten waren Overknees sehr beliebt. Der doch sehr hohe Schaft des Overknees, der oftmals bis über das Knie hinaus reichte, schützte den Reiter vor Verletzungen und Nässe. Um das Gehen mit einem Overknee bequemer zu machen, versah man den Overknee mit einen Schlitz in dem Schaft. Da die Overknees damals aus sehr hartem Material waren, ging der Schlitz von der Kniekehle bis zum Hinterschenkel, damit man die Beine beim Laufen auch einknicken konnte.
  • Auch heute sind die Overknees wieder im Kommen. Eigentlich waren sie nie ganz weg. Sie wurden nur nicht mehr so oft getragen und waren in der Mode zurzeit nicht ganz so aktuell. Das Material ist viel weicher geworden, es gibt Overknees die aus sehr weichem Wildleder gemacht sind oder aber aus weichem Nappaleder. Des Weiteren gibt es Overknees, bei denen der untere Stiefelteil aus Leder gearbeitet ist und der obere Teil aus Stoff oder gar Elastan. Es gibt sie mit einem Reißverschluss, als Schlupfstiefel oder zum Schnüren. Ganz extreme Overknees sind so genanntem Lackleder. Wer diese Art der Overknees tragen möchte, sollte über ein hohes Maß an Selbstbewusstsein verfügen. Denn es gab Zeiten, da wurde der Overknee eigentlich nur von Frauen getragen, die in einem “bestimmten Gewerbe” tätig waren.
  • Auch heute noch gelten Overknees bei einigen Menschen zu dem Outfit, welches nur von verruchten Frauen getragen wird. Einige schauen sehr verächtlich zu Frauen hin, wenn sie Overknees tragen. Dabei sind sie ein sehr schönes Modeaccessoire, das jedes Outfit verschönert. Sie sind sehr figurbetonend und passen sehr gut zum Minirock oder zu engen Jeanshosen, aber auch zu Leggins kann man sie sehr gut anziehen. Overknees setzten Akzente und sind ein echter Hingucker für Mann und Frau.
  • Overknee Stiefel
  • Overknees sind nicht in jedem Schuhgeschäft zu finden, da sie eine sehr besondere Art von Stiefeln sind. Der Unterschied zwischen Overknees und normalen Stiefeln liegt in der Höhe des Stiefelschafts. Normale Stiefel, haben einen Schaft, der höchstens bis zum Knieanfang geht, bei den Overknees, geht der Schaft mindestens bis über das Knie. Während bei normalen Stiefeln, auch schon mal etwas hartes Leder verarbeitet wird, so ist das Material bei Overknees immer sehr weich. Ansonsten könnten diese Schmerzen verursachen, da ein Einknicken der Beine während des Laufens nicht möglich wäre.
  • Der untere Teil bei Overknees kann genauso gearbeitet sein wie ein normaler Stiefel, nur der obere Teil sollte sehr weich und geschmeidig gearbeitet sein, damit ein bequemes Tragen der Overknees gewährleistet ist. Overknees können sehr hohe Absätze haben, aber auch sehr flache Overknees können sehr sexy aussehen. Gerade für sehr große Frauen, empfiehlt sich eher ein Overknee mit sehr flachem Absatz, damit sie nicht noch großer wirken als sie es sowieso schon sind. Kleinere Frauen können Overknees mit sehr hohen Absätzen tragen, weil sie die Person größer wirken lassen.
  • Mittlerweile haben auch große Modedesigner festgestellt, dass der Overknee aus der Mode nicht wegzudenken ist, und entwerfen wieder neue Modelle. Viele Models tragen bei Modenschauen schon Overknees und setzen so den Trend für die nächste Modewelle. Es gibt mittlerweile bekannte Designer wie z. B. Gucci die den Overknee bewusst in ihre Kollektionen einbauen. Overknees sind keine Modeerscheinung.
  • Overknees werden aus verschiedenen Materialen hergestellt, für den Sommer gibt es Overknees, die aus sehr dünnem und weichen Leder, Wildleder oder Stoff hergestellt werden. Im Winter werden sie eher aus sehr dickem Material hergestellt, dass die Beine vor der Kälte schützt. Doch mit langen Strümpfen oder Strumpfhosen sind Overknees zu jeder Jahreszeit zu tragen.
  • Vermeiden sollte man den Overknee im Berufsleben, hier ist er meist nicht richtig platziert, da er sehr sexy aussieht und für den Berufsalltag nicht geschaffen ist. Jedoch für einen ausgiebigen Einkaufsbummel, eignet er sich nahezu ideal, allerdings sollte man sich bewusst sein, das einem hier so manche Blicke gewiss sein können. Besonders Frauen reagieren hier empfindlich, weil Sie sich vielleicht nicht trauen Overknees anzuziehen oder aber wenn Sie Overknees aufgrund ihrer Figur nicht tragen können. Meist ist es der Neid, der aus diesen Menschen spricht, oder die verkehrte Denkweise. Heutzutage ist es völlig normal, Overknees zu tragen und Männer sehen gerne hin, wenn schöne selbstbewusste Frauen zeigen was sie an Figur und langen schönen Beinen zu bieten haben.
  • Overknees werden nie aus der Mode kommen. Denn es gibt Frauen, die es einfach als sehr angenehm finden, wenn sie ihre langen Beine in Overknees zeigen können. Overknees werden auch immer wieder neu erfunden, so gibt es sie in weichem Leder oder mit einem Latexeinsatz. Doch ganz egal, aus welchem Material Overknees gearbeitet sind, wichtig ist doch nur das es Frauen gibt, die über genug Selbstvertrauen verfügen, um Overknees zu jeder Jahreszeit zu tragen.

High Heels – Über Lust, Frust und die legendäre Geschichte dieser Stiefel am Frauenfuß

 

Der „High Heel“, die sogenannte „hohe Hacke“, ist mehr als nur ein Damenschuh. Die klassische und immer noch moderne Ausführung des schmalen Schuhes und seines fast schon legendär hohen Absatzes steht bereits seit Jahrzehnten für Eleganz und Verführung zugleich.

Der High Heel ist Objekt der Begierde unzähliger modebewusster Frauen weltweit und fast jede Vertreterin des weiblichen Geschlechtes wird zumindest ein Paar davon im Schrank oder einige wacklige Gehversuche auf ihnen versucht haben. Ob man sich nun zu den Besitzerinnen des viel besagten femininen Schuhwerks zählt oder man es noch werden möchte, die ersten (sicheren) Schritte in High Heels können süchtig machen.

Nicht jeder Damenschuh mit Absatz ist sogleich als High Heel zu bezeichnen. Grundsätzlich spricht man von ihnen als solchen ab einer Absatzhöhe von mindestens 10 cm, wobei die Höhe des Absatzes, jedoch nicht die Ausführung oder Gestaltung ausschlaggebend für die Bezeichnung des einzelnen Schuhs als „High Heel“ ist. Die Ausführung des Absatzes kann sehr unterschiedlich ausfallen und reicht von Pfennig- über Plateau- bis hin zu über 14 cm hohen „Skyscraperabsätzen“.

Ebenso unterschiedlich wie die einzelnen Geschmäcker ihrer Trägerinnen gestalten sich auch Materialien und Formen des High Heel. Von Lack über Leder bis hin zu Kunstmaterialien jeglicher Farb- und Mustergestaltung sind High Heels zu erwerben, und ob man die klassisch geschlossene, extravagante seitlich offene oder die aktuelle „peeptoe“ Ausführung bevorzugt, obliegt dem eigenen Geschmack und der Kombination zum jeweiligen Outfit.

Der Ursprung des hohen Absatzes zieht sich über viele Jahrhunderte durch die Geschichte. So wurden bereits die ersten „Vorläufer“ unserer heutigen Pfennigabsätze aus dem Jahr 1000 vor Christus stammend in einem in einem Grab in im altägyptischen Theben gefunden. Weitere Funde aus den folgenden Jahrhunderten belegen, dass die hochhackigen Schuhe nicht nur eine kurzzeitige Erfindung der alten Ägypter waren, sondern in abgewandelter Form im Laufe der folgenden Jahrhunderte immer wieder zum Thema gemacht wurden.

Heutzutage ist anzunehmen, dass das Tragen hoher Absätze im Altertum nur einer gesellschaftlich höheren Schicht vorbehalten war und somit als Statussymbol galt. So wurden zum Beispiel im Griechenland des Altertums Schauspieler diverser Theaterstücke mit unterschiedlich hohen Schuhen ausgestattet, die in ihrer Form unseren heutigen Plateaustiefeln ähneln, um deren gesellschaftlichen Stand den Zuschauern zu verbildlichen.

Galt Schuhwerk mit entsprechendem Absatz bis ins Mittelalter noch als Zeichen von Status und Stand und genoss nebenbei einen sexuellen Aspekt, so konnte das Tragen hoher Schuhe in jenem dunklen Zeitalter zur Deklarierung als Hexe und einem damit verbundenen Prozess führen, der nicht selten auf dem Scheiterhaufen endete.

Frauen, die entsprechendes Schuhwerk trugen, galten oftmals als „Männerverführerinnen“ und „Teufelsbuhlen“ . Doch zum Glück der Frauenwelt hielt diese allzu düstere Einstellung gegenüber Trägerinnen hoher Absätze nicht lange an, und bereits zu Zeiten Casanovas wurde oftmals von diesem seine Vorliebe für hochhackige Frauenschuhe an schönen Beinen in seinen Memoiren zum Ausdruck gebracht.

Am französischen Hofe wurde es bereits zu Zeiten des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Gepflogenheit, hohe Absätze zu tragen, und somit die eigene, ein wenig zu kurz geratene Statur quasi emporzuheben. Interessant ist, dass bis zur französischen Revolution im späten 18. Jahrhundert Schuhwerk mit Absatz von Männern und Frauen gleichermaßen getragen wurde.

Die Erfindung des High Heels?

Wer nun wann genau die eigentliche Form des heutigen High Heels erfand, konnte bis zum heutigen Tage nicht wirklich geklärt werden. Fakt ist allerdings, dass der große weltweite Durchbruch des hohen Damenschuhs in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgte, und Hollywood Stars wie Marylin Monroe trugen erheblich dazu bei, dass der High Heel endgültigen Einzug in die Schuhschränke der Damenwelt hielt. Fast 20 Jahre trugen Frauen, die Wert auf Eleganz und Mode legten, die klassische Stiletto- oder Pfennigabsatzvariante des High Heels, bis diese in den 70er Jahren vermehrt durch klobige Plateauabsätze abgelöst und ersetzt wurden. Im Zuge der voranschreitenden Emanzipationswelle der frühen 80er Jahre galten hohe Absätze als „Folterinstrument“ der weiblichen Fußwelt und mussten somit vermehrt flachen und bequemen Schuhen weichen.

Natürlich trugen Frauen weltweit trotz aller modischen ups and downs bis zu den späten 90er Jahren weiterhin High Heels, doch das endgültige und andauernde Comeback feierte der schmale Schuh zu Beginn des neuen Jahrtausends, als verschiedenste Designer sich des attraktiven Looks besannen und Serien wie „Sex an the city“ das Tragen von High Heels nahezu glorifizierten.

Unumstritten ist es, dass Stiefel, Ballerinas und Sneakers sich im Gegensatz zu High Heels als weitaus bequemeres alltägliches Schuhwerk präsentieren, doch müssen die hohen Absätze nicht immer zwangsläufig zu schmerzenden Füßen führen. Qualitativ gute und vor allen Dingen passende High Heels stechen ihre Schuhkonkurrenten im „Bequemlichkeitsvergleich“ fast mühelos aus, und die optischen Vorzüge, die ein High Heel zu bieten hat, stehen im direkten Kontrast zu den manchmal ein wenig klobig wirkenden Schuhgeschwistern Stiefel und Co.

Zugegeben erfordert das Tragen und Laufen von High Heels ein wenig Übung, doch strecken die schmalen Schuhe Frauenbeine scheinbar bis ins Unendliche und verleihen ihrer Trägerin einen aufrechten, feminin wirkenden Gang. Zudem werden elegante Abendkleider oder alltägliche Kleidungsstücke durch High Heels optisch aufgewertet und das Gesamtbild des Outfits dadurch optimiert.

Nicht jeder Frau fällt das Gehen auf den hohen und mitunter sehr schmalen Absätze leicht. Viele scheitern während ihrer ersten Gehversuche mehrmals und verbannen ihre High Heels resigniert im Schuhschrank, andere Frauen dagegen scheinen mit High Heels an den Füßen regelrecht geboren zu sein und beherrschen den aufrechten und wackelfreien Gang auf ihnen makellos.

Wie läuft man auf High Heels richtig?

Das Geheimnis des sicheren Laufens auf High Heels sind durchgesteckte Beine und eine aufrechte Haltung. Natürlich wird niemand mit der Fähigkeit auf hohen Absätzen laufen zu können, geboren, doch mit mehr oder weniger viel Übung gelingt es jeder Frau, sicher die Balance halten zu können. Werden die ersten High Heels zu einem Anlass erworben, sollte das Gehen auf ihnen unbedingt vorab geübt werden, um unschöne Stolperaktionen zu vermeiden. Das ständige Tragen vorab in der eigenen Wohnung ist immer noch die beste Übungsmethode, um den sicheren Gang auf High Heels zu erlernen. Blasen und Balanceprobleme lassen sich vor allem zu Anfang der Gehversuche nicht vermeiden, doch stetige Übung führt zu einem sicheren Stand und Schritt auf den „hohen Hacken“, die sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Partys getragen werden können und zu nahezu jedem Outfit passen.

Plateaustiefel – Schuhmode auf hohen Sohlen

 

Plateaustiefel sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon vor langer Zeit wurden vor allem in Afrika und Asien Schuhe und Stiefel mit Plateausohlen getragen. Für japanische Konkubinen waren Plateauschuhe Pflicht. Sie konnten in diesen Schuhen bestenfalls trippeln und sie mussten sehr vorsichtig gehen, was zu ihrem zarten und puppenhaften Erscheinungsbild passte.

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Stiefeletten – Der modische Stiefel

 

Stiefeletten sind in der Damenmode schon seit der Zeit um 1700 bekannt. Als vielseitige und variantenreiche Fußbekleidung erfreuen sie sich auch heute noch einer großen Beliebtheit. Stiefeletten gibt es in jeder modischen Stilrichtung und jährlich kommen aufregende, neue Kollektionen auf den Markt, die das vielfältige Angebot noch bereichern.

Die Grenze vom klassischen Stiefel zur Stiefelette ist natürlich fließend. Im Allgemeinen versteht man unter Stiefeletten aber ‚Kurz-Stiefel, die mindestens knöchelhoch sind. Stiefeletten können aber durchaus auch bis etwa zur Hälfte der Wade reichen.

Preislich sind Stiefeletten generell etwas günstiger als Stiefel, was nicht zuletzt mit dem geringeren Materialbedarf zusammenhängen dürfte. Abhängig von Design und Qualität kann der Kauf eines Paars Stiefeletten aber natürlich preislich weit höher zu Buche schlagen, als der Kauf eines Paars Stiefel. Wie im Grunde immer beim Kauf von Schuhen gilt auch hier der Leitsatz „Qualität hat ihren Preis“. Und besonders exklusive Designs sind natürlich auch nicht unbedingt zum Preis eines Standardmodells von der Stange erhältlich.

Stiefeletten haben durch ihre ‚Zwischenform’ zwischen Halbschuh und Stiefel den Vorteil, modisch nicht so vielen Einschränkungen unterworfen zu sein. Sie lassen sich zu allerlei Anlässen tragen und können mit zahlreichen Bekleidungsstilen von lässig bis extravagant problemlos kombiniert werden.

Beliebte Materialien für Stiefeletten sind in erster Linie glattes Leder und Veloursleder. Die deutliche Mehrheit der Modelle dürfte aus diesen Materialien gefertigt sein. Gelegentlich kommt auch Lackleder zum Einsatz. Aber auch Stoffe wie etwa Canvas und diverse Kunststoffe wie zum Beispiel Kunstleder oder Kunstfasergewebe werden heutzutage gern zu Stiefeletten verarbeitet. Natürlichen Materialien sollte hier allerdings der Vorzug gegeben werden. Der meist höhere Preis wird durch das bessere Fußklima zweifelsohne mehr als gerechtfertigt. Zudem ist echtes Leder wesentlich langlebiger und haltbarer als ein Lederimitat.

Auch für die Besohlung werden verschiedene Materialien wie Leder, Kunststoff, Gummi oder auch Kork verwendet, oft auch in Kombination. Die Auswahl richtet sich nicht zuletzt nach dem Verwendungszweck. Wer seine Stiefeletten auch auf schlüpfrigem oder unebenem Untergrund tragen möchte, sollte wohl einer rutschfesten oder gleich einer Profilsohle vertrauen. Andernfalls, etwa zu feierlichen Anlässen, ist eine elegantere Stiefelette, zum Beispiel mit glatter Ledersohle, eher angebracht.

Verschiedenste Formen und Designs machen die Auswahl der richtigen Stiefelette für die Interessentin nicht leicht. So gibt es Stiefeletten mit einem Vorderreißverschluss wie auch Stiefeletten mit Reißverschlüssen an der Seite oder gar beidseitig und wahlweise innenliegend oder offen sichtbar. Wer Reißverschlüssen eher abgeneigt ist, wird vielleicht an einem Paar Schnürstiefeletten Gefallen finden. Die Schnürung kann sich wie die Reißverschlüsse wahlweise vorne oder seitlich am Schuh befinden. Auch unter einer Zierschnürung oder Zierriemen abgedeckte Reißverschlüsse und Klettverschlüsse sind bei Stiefeletten keine Seltenheit. Selbst Stiefeletten, die mit Knöpfen verschlossen werden sind im Angebot.

Stiefeletten zum einfachen Hineinschlüpfen mit einem Einsatz aus dehnbarem Elastikmaterial vorne oder an der Seite bereichern die Angebotspalette zusätzlich. Natürlich gibt es auch Stiefeletten mit einem dekorativen Riemen- oder Riemchenverschluss.

Noch vielfältiger gestaltet sich das Angebot an Farben und Designs. Vorherrschend sind hier natürlich Schwarz und braune Farbtöne. Doch vom fast klassisch zu nennenden Weiß oder Grau über zarte Pastelltöne bis hin zu knalligem Rot, Grün oder Sonnengelb ist alles möglich. Natürlich sind Stiefeletten auch in den verschiedensten Mustern erhältlich – vom dezenten Sternchenmuster bis hin zum Zebramuster oder gar einem leuchtenden Regenbogendesign ist praktisch alles in der Auswahl.

Von flippig schrill bis schlicht und dezent gibt es Stiefeletten für jeden Geschmack.
Auch vielfältige Verzierungen wie Stickereien, Zierknöpfe und andere modische Applikationen sind bei Stiefeletten keine Seltenheit. Stiefeletten mit einem Umschlag-Schaft sind fast ebenso verbreitet wie Modelle, die oben glatt abschließen. Wer seine Stiefeletten lieber schlicht und sozusagen pur bevorzugt, wird in der fast unüberschaubaren Palette an Stiefeletten-Designs selbstverständlich auch eine reiche Auswahl vorfinden.

Die Schnittformen reichen bei Stiefeletten von praktisch und sportiv bis hin zu äußerst elegant. Auch sexy und verführerisch ist natürlich im Programm. Vom flachen Absatz bis zum Pfennigabsatz sind Stiefeletten mit praktisch jeder Form von Absätzen erhältlich. Von anmutig und grazil über aufreizend erotisch bis outdoor-tauglich für den Waldspaziergang ist hier alles möglich. Selbst Stiefeletten mit Plateau-Sohlen gibt es.

Stiefeletten sind auch in verschiedensten Passformen für unterschiedliche Fußbreiten verfügbar. Auch Frauen mit ungewöhnlich schmalem oder eher breitem Fuß können also darauf vertrauen, geeignete Stiefeletten in perfekter Passform für sich zu finden.

Die reiche Auswahl an Varianten machen Ankle Boots zum universellen Schuhwerk für nahezu jeden Bekleidungsstil. Stiefeletten können geschickt kombiniert zu Rock oder Kleid genauso getragen werden wie zu Hosen und sind längst nicht nur für die Winterzeit geeignet. Zu Röcken oder Kleidern bieten sich die höher geschnittenen Modelle an. Hosen können im Grunde zu allen Stiefeletten-Formen getragen werden.

Neben Exemplaren für Herbst und Winter, die zum Teil warm gepolstert sind, komplettieren luftigere Modelle die Angebotspalette. Diese sind auf frühlingshafte Temperaturen ausgerichtet oder auch für den Einsatz im Indoor-Bereich gedacht. Es gibt auch spezielle Stiefeletten für heiße Sommertage. Mit einem exklusiven, luftigen Lochmuster oder aus besonders atmungsaktivem Material sorgen sie dafür, dass frau auch bei hohen Temperaturen stets einen kühlen Fuß behält.

Stiefeletten gibt es im lässigen Casual-Style wie auch stilvoll-elegant für die Abendgarderobe. Die gesamte Bandbreite dazwischen ist natürlich auch vertreten. Ob flippig oder extravagant und exklusiv, edel und dezent oder einfach schlicht, bei Stiefeletten ist im Bezug auf die Modellpalette nichts unmöglich.

Stiefeletten sind in einer breiten Auswahl für jeden Geldbeutel im Angebot. So sind viele, auch sehr ansprechende, Modelle schon recht günstig zu haben. Für qualitativ hochwertige Ausführungen, Markenschuhe oder gar ausgefallene Designer-Modelle muss natürlich schon etwas mehr angelegt werden. Und selbstredend kann man sich Stiefeletten auch beim Schuhmacher nach seinen eigenen Designvorstellungen nach Maß anfertigen lassen. So ein traumhaft bequemes und hoch individuelles Paar Schuhe hat aber selbstverständlich seinen Preis.

Die ungeheure Vielfalt und Vielseitigkeit, die die Stiefelette ausmacht, sorgt nicht zuletzt dafür, dass dieses universelle Schuhwerk der Modewelt sicherlich noch lange Zeit erhalten bleiben wird. Ein Schuhmodell, dass sich schon seit mehreren hundert Jahren zurecht einer großen Beliebtheit erfreut, wird so bald nicht aus der Mode kommen. Die Stiefelette hat sich die Bezeichnung ‚zeitlos’ zweifelsohne verdient. Der Kauf eines Paars Stiefeletten ist nicht nur eine praktische sondern immer auch eine modische Investition, die der Käuferin sicher lange Zeit Freude bereiten wird. Und so vielfältig, wie das Angebot an Stiefeletten ist, wird es vermutlich nicht bei einem Paar bleiben.

Berge erkunden mit dem richtigen Wanderstiefel

 

Die Entstehung des Wanderstiefels geht mit der Entwicklung des Schuhes als solchem einher. Fußbekleidungen lassen sich bis bis in die Zeit vor 40.000 Jahren zurückverfolgen. Ein wichtiger Aspekt bei der Entstehung und Weiterentwicklung verschiedener Schuh- und Stiefelarten sind die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse. Vor allem in kühleren Regionen umwickelten sich die Menschen die Füße und Waden mit Tierfellen. Diese Felle gelten heute als Vorläufer der Stiefel.

Wichtige Erkenntnisse konnte man bei der Untersuchung von “Ötzis” Schuhwerk gewinnen. Seine rekonstruierte Fußbekleidung zeigt, dass diese bereits sehr ausgefeilt war. Der Gletschermann trug schon vor 5.000 Jahren nach innen gefütterte Schuhe, die mit einer Art Band zusammengehalten wurden und über eine eigene Sohle mit Profil verfügten. Außerdem gab es für Schaft und Außensohle verschiedene Lederarten. Ötzi trug also die ersten bekannten Stiefel, die fürs Gebirge geeignet waren.

Von dieser Zeit an erlebte die Entwicklung des Stiefels durch immer durchdachtere Konstruktionen und qualitativ hochwertigere Materialien einzigartige Fortschritte, die immer differenzierter auf die Anforderungen reagierten.
Mit dem Aufkommen des intensiv betriebenen Wanders, Kletterns und Bergsteigens entstand dann schließlich ein ganz neuer Wirtschaftszweig, der es sich zum Ziel machte, für jede dieser Aktivitäten eigens angefertigte Stiefel zu entwerfen.
Heute gibt es eine ganze Reihe von Herstellern, die sich auf Wanderstiefel spezialisiert haben. Ob für das Wandern in einfachem Gelände, das Klettern in höheren Lagen mit schwierigem Terrain oder das Bergsteigen auf Eis und Fels, für jede Geländeform und jeden Anspruch gibt es unterschiedlich konzipierte Wanderstiefel. Seit den 70er Jahren werden solche Wanderstiefel in die Kategorien “A” (Leichtwanderschuhe) bis “D” (Einsatz im Hochgebirge) eingeteilt. Die verschiedenen Kategorien unterscheiden sich hauptsächlich im Material, der Schafthöhe und der Beschaffenheit der Sohle.

Wer sich heute einen Wanderstiefel zulegen möchte, sollte sich auf jeden Fall beraten lassen, denn die Palette der angebotenen Stiefel ist so groß, dass es eines Fachmannes bedarf, um den wirklich passenden und vor allem geeigneten zu finden. Ein Wanderstiefel sollte vor allem zwei wichtige Funktionen erfüllen: Sie müssen die Füße schützen und ihnen eine sichere Führung geben. Außerdem sollten sie stets Trittsicherheit garantieren, so dass man selbst auf nassem Felsen nicht ausrutscht. Deshalb sollte ein Wanderstiefel über eine hohe Seitensteifigkeit verfügen. Schließlich ist für den Laufkomfort auch auf das Abrollverhalten des Stiefels zu achten. Ein guter Wanderstiefel, egal welcher Kategorie, sollte auch über eine Membran verfügen, die dafür sorgt, dass der Fuß einerseits gut belüftet wird und andererseits keine Feuchtigkeit von außen in den Schuh dringt. Denn es gibt nichts schlimmeres, als nasse Füße bei einer längeren Wanderung. Auf jeden Fall sollte man beim Kauf eines Wanderstiefels eine längere Gehprobe machen oder zumindest einige Male hin und hergehen. In den allermeisten Fachgeschäften sind auch kleine Hügel aus Holz und Stein vorhanden, an denen man den Halt des Stiefels prüfen kann.

  • Leichte Wanderstiefel:

Für alle, die in Mittelgebirgen oder auf leichteren Trekkingtouren unterwegs ist, empfliehlt sich ein Leichtwanderstiefel (auch Trekkingstiefel genannt). Er zeichnet sich vor allem durch hervorragendes Abrollverhalten aus. Seine Sohle sollte griffig und der Stiefel an sich wasserfest sein. Ein Leichtwanderstiefel zeichnet sich in der Regel durch ein geringes Gewicht aus, da das Obermaterial meist aus Mikrofasern besteht, welches leichter und auch flexibler ist, als beispielsweise Leder. Durch die Ausführung der Sohle (geringere Grifffestigkeit) und die relativ große Flexibilität des Schaftes sind Leichtwanderstiefel für Geröll oder unwegsames Gelände nicht geeignet, da die Gefahr des Umknickens groß ist. Die meisten Leichtwanderstiefel besitzen Gummi- oder Lederaufsätze an der Ferse und über der Zehenbox. Solche Aufsätze dienen zum Schutz der Stiefel und der Füße.

  • Bergstiefel:

Für Wanderungen in höherem Gebirge oder an Klettersteigen ist ein Bergstiefel die richtige Wahl. Ein solcher Stiefel erhöht die Trittsicherheit und den Halt an schwierigen Stellen. Als Obermaterial für solche Bergstiefel dient meist Kernleder. Sie haben einen höheren Schaft. Bei Bergstiefeln findet sich oft eine weit nach vorn reichende Schnürung und die Sohle ist aufwändig gearbeitet: Eine Zwischensohle dämpft den Aufprall und die Gehsohle ist besonders abriebfest, wodurch der Stiefel selbst auf nassem Gestein nicht wegrutscht und auch beim Abstieg über Geröllstellen Trittsicherheit gewährleistet ist. Rund um die Sohle des gesamten Bergstiefels ist Hartgummi aufgebracht, der zum Schutz des Fußes dient. Dank der festen und steifen Sohle können sogar Steigeisen für die Überquerung von Schnee- und Eisfeldern angebracht werden.

  • Alpinstiefel:

Diese Wanderstiefel werden fast ausschließlich von sehr erfahrenen Bergsteigern verwendet, die darauf aus sind, auch die höchsten Berggipfel zu besteigen. Die Stiefel haben ein sehr hohes Gewicht und die Sohle ist so konstruiert und gearbeitet, dass sie kaum abrollt. Alpinstiefel werden hauptsächlich bei Profi-Expeditionen im ewigen Eis, beim sogenannten Steileisklettern oder bei Touren in große Höhen eingesetzt. Als Obermaterial für Alpinstiefel werden verschiedene Kunstmaterialien bis hin zu Karbon verwendet. Diese Materialien garantieren selbst bei Hochgebirgstouren die unbedingt notwendige Widerstandsfähigkeit des Stiefels. Durch einen besonders steifen Schaft wird beim Klettern im Steileis eine perfekte Kraftübertragung vom Fuß auf die Stiefel erreicht. Durch die sehr unflexible, d.h. steife Sohle eines Alpinstiefels können auch spezielle Steigeisen montiert werden, bei denen man die vorderen Greifzacken mit sehr viel Krafteinsatz ins Eis bringen muss. Aufgrund ihrer sehr speziellen Konstruktion sollte man Alpinstiefel für Wanderungen in einfachem Gelände nicht verwenden, da das Laufgefühl dem von Skistiefeln ähnelt und es schnell zu Schädigungen des Fußes kommen kann.

So unterschiedlich und vielfältig wie die Hersteller und die vorhandenen Stiefelvarianten sind, sind auch die Preise für Wanderstiefel. Ein Trekkingstiefel ist aufgrund seiner einfacheren Bauweise natürlich meist günstiger als ein Berg- oder Alpinstiefel, der durch aufwändigere Herstellungsmethoden und die verwendeten Materialien verständlicherweise kostenintensiver ist. Dennoch sollte man die einzelnen Hersteller und Modelle miteinander vergleichen und immer ausprobieren, mit welchem Wanderstiefel man im wahrsten Sinne “am Besten gehen” kann. Die Füße werden es einem auf jeden Fall danken.