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Posts Tagged ‘Overknees’

Vielfalt der Lederstiefel

 

Die älteste Abbildung von Stiefeln findet sich in einer Höhle in Spanien als Wandmalerei, sie wird datiert auf ca.
15 000- 13 000 v.Chr. Genau genommen handelt es sich um Füße, die mit Tierhäuten und Fellen umwickelt waren, aber schon der späteren Stiefelform ähnelte.
Schon in frühester Zeit hat die Menschheit entdeckt, daß Leder als Material für Stiefel vielseitig und zweckmäßig ist. Zunächst dienten Lederstiefel den Jägern vornehmlich zum Schutz der Beine vor Kälte, Nässe und Verletzungen. Aber bereits im 5. Jahrhundert trugen Attilas Hunnen, die Reiter des Dschingis Khan, spanische Siedler und mexikanische Hirten Lederstiefel.
Auch heute werden Stiefel noch von Jägern, Soldaten, Wanderern und Bergsteigern getragen. Auch im Sport finden sie z.B. als Reit- oder Boxerstiefel Verwendung.
Eine Blütezeit erlebte der Lederstiefel ab dem 17. Jahrhundert in Amerika. War doch dort gerade ein neuer Berufsstand entstanden: der Cowboy. Diese Saisonarbeiter, die von Ranch zu Ranch zogen, besaßen in der Regel nicht viel. Ihre Stiefel aber waren Ausdruck von Stand und Stolz. Ihre Work-Boots waren individuell angefertigt und dienten dem Schutz vor Kakteen, Schlangen, Wind und Wetter. 1875 erreichte die Cowboymode samt dem dazugehörigen Stiefeln ihre Hochzeit. ist aber bis heute, wenngleich manchmal nur als Akzent, in der Modewelt präsent.
Warum ist Leder für die Stiefelherstellung so beliebt ?
Leder ist gegerbte und dadurch konservierte Tierhaut. Jede Haut ist unterschiedlich und hat ein eigenständiges Erscheinungsbild. Man unterscheidet die Narbenseite( Haare des Tieres) und die Fleischseite ( Körper des Tieres), kräftige Häute werden gespalten.
Leder wird entweder nach dem Tier, von dem es stammt, nach dem Zweck, für den es bei der Schuhherstellung verwendet wird, oder nach der Verarbeitungsart, unterschieden.
Folgende Tierhäute werden bei Stiefeln verwendet : Chevreaux (Ziege),Exotenleder (Schlange, Krokodil, Eidechse), Porc (Schwein, häufig auch einfach Schweinsleder), Wildleder (Hirsch, Elch, Reh, Gämse; im allgemeinen Sprachgebrauch fälschlich oft auch Velour- oder Nubukleder genannt), Rindleder und Kalbleder ( Babycalf – das Kalb hat nur Muttermilch zu sich genommen; Boxcalf- das Tier wiegt bis zu 300 kg; Mastcalf- über 300kg Lebendgewicht).
Nach dem Verwendungszweck werden unterschieden: Oberleder für das äußere Oberteil und den Schaft, Sohlleder und Futterleder.
Folgende Lederarten lassen sich nach der Verarbeitung unterscheiden: Lackleder wurde mit einer Lackschicht versehen. Nubukleder erhält seine feine, samtartige Struktur durch Anschleifen der Oberfläche. Rauhleder ist velourartig aufgerauhtes, chromgegerbtes Rind- oder Kalbleder. Durch Bürsten des gegerbten Leders mit Eisensalzlösungen entsteht Schwarzleder. Velourleder ist ein Sammelbegriff für Ledersorten mit aufgerauhter Oberfläche, die auf der Fleisch- oder Narbenseite angeschliffen wurden. Ebenso wird dieser Begriff verwendet für Leder, bei dem die raue Fleischseite nach außen gewendet wurde.
Leder vereint zahlreiche Vorteile in sich, die kaum ein anderes Material gerade im Hinblick auf die Stiefelherstellung bieten kann. Da es dehnbar und geschmeidig ist, paßt es sich den Veränderungen der Füße im Laufe eines Tages hervorragend an. Aufgrund der Atmungsaktivität ist immer für ein gutes Klima im Schuh gesorgt. Feuchtigkeit staut sich nicht im Inneren, was für die Fußgesundheit von unschätzbarem Wert ist. Gleichzeitig kann von außen Kälte nicht eindringen. Darüberhinaus ist Leder extrem strapazierfähig, formbeständig und langlebig. Gut gepflegte Lederstiefel können dem Träger/ der Trägerin über Jahre hinaus Freude bereiten. Und natürlich ist das Naturprodukt Leder bekannt für seine zeitlose Schönheit.
Gerade am Naturprodukt Leder ist aber in neuerer Zeit auch Kritik laut geworden: meist stammt das Leder für die Schuhherstellung von jungen Tieren, die aus sog. Tierfabriken mit fragwürdigen Haltungs- und Schlachtmethoden kommen. Zudem wird das Leder mithilfe giftiger Chemikalien gegerbt, die es teilweise sogar zu Sondermüll werden lassen. In der Pflege kann Leder sehr aufwändig sein, vor allem wenn es um Imprägnieren und Wachsen geht. Auch zu schnelles Trocknen bekommt dem Leder schlecht und kann zu Rißbildung führen. Leder als Futter im Schuh nimmt viel Feuchtigkeit auf, die dann besonders bei starkem Schwitzen nicht schnell genug abtransportiert werden kann. In der Folge wird das Leder glitschig, trocknet nur schwer und entwickelt einen unangenehmen Geruch.
Während ein Halbschuh nur bis zur Fußbeuge reicht, zeichnet sich ein Stiefel durch eine Schafthöhe bis mindestens über den Knöchel aus. Die kurze Form, die knapp über dem Knöchel endet, wird als Stiefelette bezeichnet. Das andere Extrem sind die Überkniestiefel, im allgemeinen Sprachgebrauch auch bekannt als “Overknees“, die wie der Name schon sagt, bis übers Knie hinausreichen.
Oft ist die Entscheidung für einen Stiefel von rein modischen Aspekten getragen. Es gibt aber auch Fälle, in denen die besondere Form des Stiefels eine wichtige Funktion zu erfüllen hat. Der Stiefel stützt das Fußgelenk z.B. beim Bergsteigen oder Eislaufen besonders gut. Beim Reiten scheuert das Bein des Reiters nicht am Sattel und liegt ruhiger am Pferdekörper an. Im unwegsamen Gelände schützt ein hoher Schaft vor Verletzungen durch Gestrüpp und vor Insektenstichen oder auch Zeckenbissen. Und nicht zuletzt ist in kalten Gegenden der Stiefel als Wärmeschutz nicht wegzudenken.
Die meisten bekannten Schuhmarken wie etwa Ara, Geox, Timberland, Rieker, Paul Kaiser, Peter Green, Boss, und Donna Diesel haben auch eine Kollektion von Lederstiefeln vorzuweisen. Einige davon haben Kultstatus erlangt, wie etwa Doc Martens, deren Träger sich ursprünglich einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlten oder Manolo Blahnik durch die Fernsehserie “Sex and the City”. Die bekanntesten Hersteller von Cowboystiefeln sind Buffalo und Tony Mora, bei Reitstiefeln Cavallo.

Lackstiefel voll im Trend

 

Lackstiefel gehören zum Herbst/Winter Trend 2008. Ja, sie sind diese Saison angesagt und gesellschaftsfähig. Die jetzige Mode und die Frauen trauen sich was.
Der Lackstiefel spielt schon lange in unserer Geschichte eine Rolle. Viele Ausstellungen von Fotografen und Künstlern beschäftigen sich immer wieder mit diesem Kultobjekt. Kaum ein Superstar aus dem Musikgeschäft will in den Videoclips zu ihren Songs auf Stiefel aus Lack verzichten. Will man Selbstbewusstsein und Sexappeal ausstrahlen, sind sie das Werkzeug Nummer Eins.
Die Lackstiefel schaffen den Sprung aus der verpönten Nische in unsere Schuhschränke und können bei Tageslicht stolz von ihren Besitzerinnen gezeigt werden. Wer dem Modetrend folgt und diesen Herbst “En Vogue” sein will, wird sich ein paar dieser Stiefel zulegen.
Lack hält Einzug in unsere Haushalte und findet sich bei Mänteln, Mützen und Fußwerk wieder. Dieses “Must have” in verschiedenen Variationen bekommt die Frau von heute an jeder Ecke. Jeder Geschmack wird von den Herstellern bedient. Lackstiefel mit niedrigen Absätzen sind genauso gefragt wie Lackstiefel mit hohen breiten Absätzen. Der angesagte Reiter-Style macht auch hier nicht halt, hohe Lackstiefel, bevorzugt in Schwarz, mit fast nur angedeutetem Absatz, ist der Trendsetter für die nächsten Monate. Auch die Plateausohle, heute wieder genauso trendy wie in den 60er / 70er Jahren zur Flower Power Zeit oder der Stilettoabsatz , spätestens seit den 90ern durch den Film “Pretty Woman”, zu Ruhm gekommen, ist bei vielen Herstellern zu finden.
Die modebewusste Frau trägt schwarze, braune oder dunkellila Farben Lackstiefel, entweder zu einer kurzen Hose oder Röcken jeder Länge. Lackstiefel gliedern sich in unsere Alltagsgarderobe ein und bereichern jedes Outfit mit Selbstbewusstsein und Eleganz. Es gibt die schicken Stücke entweder aus synthetischen Materialien oder edlen Lederarten. Die Ausführungen und Looks des Obermaterials sind verschieden. Der Klassiker aus absolut glattem Material wird jetzt erweitert durch sogenannte gecrashte Strukturen. Sehr aktuell sind die Knitterstruktur oder nachgeahmte Tiermusterlinien. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Materialunterschied machen sich Qualität und Preis bemerkbar.
Lackstiefel aus preiswertem synthetischem Lackmaterial sind schon für den kleinen Geldbeutel in greifbarer Nähe. Hier muss aber mit schneller Faltenbildung nach mehrmaligem Tragen gerechnet werden, da das Material meist der Belastung nicht lange stand hält. Der Laufkomfort und die Haltbarkeit sind dem Preis entsprechend bei Plastikmaterialien oft nicht so überzeugend. Aber für den Auftritt am Abend oder zum Austesten seines Mutes sind sie perfekt.
Entscheidet man sich für Lackstiefel aus Echtleder wie zum Beispiel Nappa oder Rind, bleibt die strahlende glatte Optik deutlich länger erhalten. Die Preislage ist dafür auch erheblich höher. Stiefelspanner und Imprägnierung für Lackleder sind unerlässliche Helfer um den perfekten Eindruck des Materials lange zu erhalten.
Die oft für obszön gehaltenen Modelle dieser Stiefel sind meist Rot, Pink oder Weiß. Sie zeichnen sich durch hohe bis sehr hohe Absätze aus, meist im Stilettostil. High Heels sowie Overknees, welche enganliegend und weit über dem Knie getragen werden, wirken auf Männer sehr sexy aber auch verrucht. Overknees passen zu Röhrenjeans oder Miniröcken und machen optisch lange Beine. High Heels liegen diesen Herbst trendmäßig ganz vorne , Super High Heels, ab 8,5cm Absatz verlangen eine geübte Trägerin, die dafür mit einem tollen Hüftschwung und super verlängerten Beinen, belohnt wird. Gel-Einlegesohlen sind hier empfohlen, um den Tragekomfort bei solchen Höhen zu gewährleisten.
Dass Lackstiefel, seit Gedenken zum Rotlichtmilieu gehören und dort auch immer zum Einsatz kommen, zeigt die Unvergänglichkeit der anregenden und erregenden Eigenschaften dieser Kultobjekte. Selbst als Fetischobjekt ist der Lacklederstiefel nicht mehr weg zu denken. Eine Frau in hohen Lacklederstiefeln, ist für Fetische der Anstoß für viele Vorlieben. Eindeutig aufregende Modelle sind hier meist aus Stretchlack und werden mit einer Schnürung geschlossen. Die Schnürung ist entweder vorne und zeigt noch etwas Haut oder falls der taffere Look angesagt ist, wird auf der Wade geschnürt. Diese Modelle sind auch gut für stärkere Waden geeignet, weil sie variabel sind. Der weiche, absolut glatte und glänzende Stretchlack verzaubert jedes Bein in ein aufregendes Objekt der Begierde.
Kein anderer Stiefel hat so eine Signalwirkung wie ein Stiefel aus Lackleder. Das Outfit wird durch ihn dominiert und geprägt, deshalb sollten diesen Herbst und Winter auf bestimmte Kombinationen gesetzt werden.
Erlaubt ist Mode im Lagenlook. Weite Oberteile werden über enge Röcke angezogen. Selbst Stulpen, noch gut aus den 80er Jahren bekannt, sind zu Stiefeln aus Lack erlaubt.
Die Trendfarben dieser Saison sind Lila mit Braun, Schwarz, Weiß. “In” sind auch Lacklederstiefel in Pink oder Rot, welche ein Outfit für den Abend sehr schön akzentuieren und hervorheben können.
Viele namhafte Hersteller bieten diesen Herbst/ Winter 2008 Lacklederstiefel an.
Frauen, die sich mal preiswert an diesen Stiefeln versuchen möchten, finden schöne preiswerte Modelle in vielen Farben in allen gängigen Schuhgeschäften und Versandhäusern. Hersteller wie zum Beispiel DocMartens, ESPRIT oder S.oliver sowie Dolce & Gabbana und andere Edelmarken runden ihr Angebot mit Lackstiefeln, im Preissegment von 40€ – 500€, ab. Die verruchten Ausführungen sind über spezielle Versandhäuser oder spezialisierte Online-Shops leicht und bequem zu finden.
Also Lack ist Trend.

Damenstiefel – Der etwas andere Schuh

 

Im Jahre 15.000 – 13.000 vor Christus wurde bereits die erste Stiefel ähnliche Schuhbekleidung getragen. Die damaligen Jäger trugen diese als Beinschutz bei der Jagd. Diese Schutz Funktion hat sich bis heute nicht geändert. Der Stiefel schützt vor Kälte und schlechten Wetter er wird aber auch zur Freizeit oder Berufsbezogen getragen.

Die vornehme Damenwelt eroberte der Stiefel als Reitstiefel, war es doch unbequem mit Pumps oder Halbschuhen zu reiten. Im 16. Jahrhundert hatte der Reitstiefel einen Absatz der für den Wohlstand des Adels stand jedoch wurde der Absatz in der Französischen Revolution wieder abgeschafft. In diesen Jahrhundert war man auch der Meinung das es sich mit einen Absatz im Steigbügel besser reiten ließe. Nach der Abschaffung des Absatzes der Schuhe bemerkte man jedoch, dass der Absatz zwar beim Reiten gut war, jedoch konnte man leicht in den Steigbügeln hängen blieben und vom Pferd mitgezogen werden wenn man abgeworfen wurde. Der neue Reitstiefel nach der Revolution verhinderte dies. Er hatte keinen Absatz sondern eine durchgehende Besohlung. Nicht nur der Absatz war ausschlaggebend, dass die vornehmen Damen Stiefel beim Reiten anfingen zu tragen, sondern auch der beinhohe Schafft der einen Schutz für die Beine gab trug dazu bei. Im 16. / 17. und 18. Jahrhundert gab es außer den damaligen langen Unterhosen noch keine Strumpfhose oder sonstiges, was vor der Kälte schützen konnte. Ein weiterer Vorteil: Das Unterbein wurde beim Reiten verschont vor Aufreibungen, die damals häufig vorkamen. Der Stiefel etablierte sich als ein modernes Schuhwerk und erhielt auch im Alltagsleben eine größere Bedeutung. Der Stiefelschafft wurde nicht nur mehr aus Leder hergestellt, sondern ebenfalls aus teuren Stoffen gefertigt, wie Seide oder Brokat. Der Schlupfstiefel bekam eine Seitennaht und wurde mit Schnüren oder mit Knöpfen geschlossen.
Damals konnten sich nur die feinen Damen Stiefel leisten. Bäuerinnen, Mägde oder Zofen konnten sich keine Stiefel leisten. Sie wickelten sich Stoffe, Lederstreifen oder Felle über die Schuhe, um so einen Stiefel zu ersetzen. Sollte eine Zofe das Glück haben von Ihrer Herrin alte Stiefel zu bekommen, war der Neid der anderen ziemlich groß – schließlich hatten ja nur die Privilegierten solchen Schuhputz.
Anfang des 19 Jahrhundert setzte sich der Absatz wieder durch, war aber nicht geschlechtsgebunden. Männer wie Frauen trugen Absätze. Ende des 19. Jahrhunderts ging er aber in die Frauenwelt über. Männer trugen nur noch kleine Absätze.
Die Form des Reitstiefels von damals hat sich nicht viel geändert im Vergleich zu den heutigen Stiefeln. Damals wurden diese Reitstiefel in Leder gefertigt – heute allerdings größtenteils aus Gummi hergestellt.

damenstiefel

Ein Stiefel besteht aus einem Schuhboden, den Fußteil und dem Schuhschafft. Die Schafftlänge ist ausschlaggebend ob der Stiefel eine Stiefellette, ein Halbschafft- oder Langschafftstiefel oder ein Überkniestiefel ist. Auch gibt es verschiedene Schnittformen des Schafftes wie den Seitenteilschnitt oder den Kropfschnitt wodurch sich die Stiefel aber wenig voneinander differenzieren.
Der Stiefelschafft wird heutzutage aus verschiedenen Materialien angefertigt, verwendet werden meist Leder, Lack, Latex, Filz oder Fell. Der Absatz wird ebenfalls aus verschiedenen Materialien hergestellt so wird z.B. Kork, Metall, Gummi, Holz oder Leder verwendet.
Im 19. Jahrhundert eroberten verschiedene Modelle an Stiefeln die Welt wobei sich Herren- und Damenstiefel in nichts unterschieden. Der Wellington-, der Hessen- oder der Jakobinerstiefel haben sogar bis heute überlebt in der Welt des Stiefels.
Selbst heute unterscheiden sich Damen- und Herrenmodelle oft nur durch die Leistenform und der Absatzhöhe.
Wichtig ist bei einem guten Stiefel die Passform, damit auch ein angenehmes Laufen möglich ist. Der Stiefel sollte eng am Fußrist anliegen und mit einen Reis- oder Riemenverschluss oder auch einen Schnürverschluss geschlossen werden. Diese enge Passform ist bei den so genannten Schlupfstiefeln nicht vorhanden. Schlupfstiefel lassen sich auch nur ohne Probleme an- und ausziehen, wenn eine ausreichende Weite an der Stiefelbiegung gegeben ist. Bei manchen Modellen gibt es den Unterschied zwischen Damen- und Herrenmodellen. Bei den Damen wird meist ein dünneres und dehnfähigeres Material verwendet, als bei den Herren.

Ende des ersten Weltkrieges verlor der Stiefel oder Modelle mit höheren Schafft seine Bedeutung. Zum einen konnte keiner sich mehr solches Schuhwerk leisten, wenn überhaupt dann nur einfache Schuhe und zum zweiten hieß es: Stiefel seien im Gegensatz zu Halbschuhen unbequem.
Erst später erinnerte man sich an die Schutzfunktion der Stiefel wieder. Im zweiten Weltkrieg wurden Kampfstiefel und Fallschirmspringerstiefel wieder hergestellt.
Der Stiefel setzte sich wieder durch und fand auch einen neuen Markt. Wurde er doch für viele Sportarten abgeändert oder fand auch in beruflichen Einsätze seine Bestimmung. Gerade im Baugewerbe aber auch bei der Feuerwehr ist der Sicherheitsstiefel heute das oberste Gebot der Sicherheitsvorschriften.

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Stiefel für Männer und Frauen doch sehr Mode abhängig.
In den 50er Jahren waren knielange Röcke oder Kostüme der Hit wozu man Stiefel getragen hatte.
Ein Jahrzehnt später in der Hippie Zeit wo sehr kurze Hosen oder Miniröcke voll der Trend waren, trug man wieder Stiefel dazu. Aber auch in der Flower Power Zeit fanden Stiefel ihre Bedeutung in der Mode.
In den 70er Jahren erlebte der Stiefel einen Boom nicht nur bei den Frauen wie zuerst, auch bei den Männern. Der Plateaustiefel mit einer Absatzhöhe bis zu 40 Zentimeter je nach Höhe des Plateau war ein neuer Durchbruch für den Stiefel.
Diese Plateaustiefel gab es schon etwas früher. Allerdings wurden sie, wie die Overknees-Stiefel, nur von Frauen im Rotlicht Milieu getragen.
Aus diesen Grunde waren sie gerade bei jungen Leuten aufgrund der herrschenden Mode beliebt – von den älteren aber abgewertet durch ihren schlechten Ruf.
Jedoch setzten sich auch die Overknees in den 80er Jahren durch und wurden zu einenm Renner in der Welt der Mode. Diese Overknees wurden zu Miniröcken aber auch zu hautengen Jeans (so genannte Röhrenjeans) oder zu Leggins getragen. In den 80er Jahren wurden sie aus Leder gefertigt. Inzwischen werden sie auch in Latex hergestellt und finden einen hohen Absatzmarkt in der Fetischszene.

Overknees für die figurbetonte Frau

 

Mit der Mode ist das so eine Sache, eine wirkliche neue Mode gibt es wahrscheinlich gart nicht. Alles was zum neusten Trend gehört, war schon einmal da. So ist es auch mit den Overknees. Ihre größte Zeit war in den 70er Jahren. Jede Frau, die etwas auf sich hielt und über eine gesunde Portion Selbstbewusstsein verfügte, trug Overknees. Nach Möglichkeit mit sehr hohen Absätzen, entweder als Plateauabsatz, oder aber mit einem sehr dicken und klobigem Absatz – hauptsache sie waren hoch.

Erfunden wurde der Overknee eigentlich, um die Beine vor Verletzungen zu schützen oder um die Beine warm und trocken zu halten. Doch es dauerte gar nicht allzu lange und sie wurden für die Modewelt der Damen genutzt. Auch beim Reiten waren Overknees sehr beliebt. Der doch sehr hohe Schaft des Overknees, der oftmals bis über das Knie hinaus reichte, schützte den Reiter vor Verletzungen und Nässe. Um das Gehen mit einem Overknee bequemer zu machen, versah man den Overknee mit einen Schlitz in dem Schaft. Da die Overknees damals aus sehr hartem Material waren, ging der Schlitz von der Kniekehle bis zum Hinterschenkel, damit man die Beine beim Laufen auch einknicken konnte.

Auch heute sind die Overknees wieder im Kommen. Eigentlich waren sie nie ganz weg. Sie wurden nur nicht mehr so oft getragen und waren in der Mode zurzeit nicht ganz so aktuell. Das Material ist viel weicher geworden, es gibt Overknees die aus sehr weichem Wildleder gemacht sind oder aber aus weichem Nappaleder. Des Weiteren gibt es Overknees, bei denen der untere Stiefelteil aus Leder gearbeitet ist und der obere Teil aus Stoff oder gar Elastan. Es gibt sie mit einem Reißverschluss, als Schlupfstiefel oder zum Schnüren. Ganz extreme Overknees sind so genanntem Lackleder. Wer diese Art der Overknees tragen möchte, sollte über ein hohes Maß an Selbstbewusstsein verfügen. Denn es gab Zeiten, da wurde der Overknee eigentlich nur von Frauen getragen, die in einem “bestimmten Gewerbe” tätig waren. Auch heute noch gelten Overknees bei einigen Menschen zu dem Outfit, welches nur von verruchten Frauen getragen wird. Einige schauen sehr verächtlich zu Frauen hin, wenn sie Overknees tragen. Dabei sind sie ein sehr schönes Modeaccessoire, das jedes Outfit verschönert. Sie sind sehr figurbetonend und passen sehr gut zum Minirock oder zu engen Jeanshosen, aber auch zu Leggins kann man sie sehr gut anziehen. Overknees setzten Akzente und sind ein echter Hingucker für Mann und Frau.

Overknee Stiefel

Overknees sind nicht in jedem Schuhgeschäft zu finden, da sie eine sehr besondere Art von Stiefeln sind. Der Unterschied zwischen Overknees und normalen Stiefeln liegt in der Höhe des Stiefelschafts. Normale Stiefel, haben einen Schaft, der höchstens bis zum Knieanfang geht, bei den Overknees, geht der Schaft mindestens bis über das Knie. Während bei normalen Stiefeln, auch schon mal etwas hartes Leder verarbeitet wird, so ist das Material bei Overknees immer sehr weich. Ansonsten könnten diese Schmerzen verursachen, da ein Einknicken der Beine während des Laufens nicht möglich wäre. Der untere Teil bei Overknees kann genauso gearbeitet sein wie ein normaler Stiefel, nur der obere Teil sollte sehr weich und geschmeidig gearbeitet sein, damit ein bequemes Tragen der Overknees gewährleistet ist. Overknees können sehr hohe Absätze haben, aber auch sehr flache Overknees können sehr sexy aussehen. Gerade für sehr große Frauen, empfiehlt sich eher ein Overknee mit sehr flachem Absatz, damit sie nicht noch großer wirken als sie es sowieso schon sind. Kleinere Frauen können Overknees mit sehr hohen Absätzen tragen, weil sie die Person größer wirken lassen.

Mittlerweile haben auch große Modedesigner festgestellt, dass der Overknee aus der Mode nicht wegzudenken ist, und entwerfen wieder neue Modelle. Viele Models tragen bei Modenschauen schon Overknees und setzen so den Trend für die nächste Modewelle. Es gibt mittlerweile bekannte Designer wie z. B. Gucci die den Overknee bewusst in ihre Kollektionen einbauen. Overknees sind keine Modeerscheinung. Overknees werden aus verschiedenen Materialen hergestellt, für den Sommer gibt es Overknees, die aus sehr dünnem und weichen Leder, Wildleder oder Stoff hergestellt werden. Im Winter werden sie eher aus sehr dickem Material hergestellt, dass die Beine vor der Kälte schützt. Doch mit langen Strümpfen oder Strumpfhosen sind Overknees zu jeder Jahreszeit zu tragen.

Vermeiden sollte man den Overknee im Berufsleben, hier ist er meist nicht richtig platziert, da er sehr sexy aussieht und für den Berufsalltag nicht geschaffen ist. Jedoch für einen ausgiebigen Einkaufsbummel, eignet er sich nahezu ideal, allerdings sollte man sich bewusst sein, das einem hier so manche Blicke gewiss sein können. Besonders Frauen reagieren hier empfindlich, weil Sie sich vielleicht nicht trauen Overknees anzuziehen oder aber wenn Sie Overknees aufgrund ihrer Figur nicht tragen können. Meist ist es der Neid, der aus diesen Menschen spricht, oder die verkehrte Denkweise. Heutzutage ist es völlig normal, Overknees zu tragen und Männer sehen gerne hin, wenn schöne selbstbewusste Frauen zeigen was sie an Figur und langen schönen Beinen zu bieten haben.

Overknees werden nie aus der Mode kommen. Denn es gibt Frauen, die es einfach als sehr angenehm finden, wenn sie ihre langen Beine in Overknees zeigen können. Overknees werden auch immer wieder neu erfunden, so gibt es sie in weichem Leder oder mit einem Latexeinsatz. Doch ganz egal, aus welchem Material Overknees gearbeitet sind, wichtig ist doch nur das es Frauen gibt, die über genug Selbstvertrauen verfügen, um Overknees zu jeder Jahreszeit zu tragen.