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Winterfest und Regendicht: Wie imprägniere ich Lederstiefel richtig?

 

Der Herbst steht vor der Tür und so langsam weichen die Sommerstiefel und man holt die Lederstiefel für die nasskalte Jahreszeit aus dem Schrank. Damit man mit den Schuhen im Winter lange Freude und vor allem warme und trockene Füße hat, müssen die Stiefel natürlich richtig imprägniert werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass man je nach Lederart die richtige Pflege anwendet, damit der Schuh oder Stiefel nicht nur lange wasserresistent bleibt, sondern auch seine Form und Farbe behält und lange Freude macht.

Es gilt bei der richtigen Lederpflege also einiges zu beachten. Wer natürlich eine wasserfeste Membran in seinem Stiefel hat, der muss nicht unbedingt imprägnieren. Eine korrekte Lederpflege muss aber trotzdem sein, damit der Schuh nicht hässlich und unansehnlich wird.

Gleich bei der Auswahl der Stiefel sollte man auf eine entsprechende Qualität der Stiefel achten. Dicke Sohlen bieten beispielsweise guten Schutz von unten, sind die Sohlen sehr dünn, dann kommt das Leder ständig mit dem salzigen Schmutzwasser auf der Straße in Berührung und man muss wesentlich mehr Aufwand in die Pflege investieren. Auch bei den Nähten muss man auf ordentliche Qualität achten, sind sie gesteppt oder ist der Schuh gar nur geklebt, dann hat man nicht viel Freude daran, ihn im Winter zu tragen. Denn bei Nässe können schlechte Nähte und Klebestellen aufquellen und den Schuh unansehnlich verformen oder auch zerstören. Daher eigenen sich am besten die hochwertigeren Stiefel für Matsch- und Regenwetter, andere sollte man lieber dann bei milderen Frühjahrstemperaturen tragen.

  • Erst muss der Dreck runter

Bevor es ans Imprägnieren gehen kann, muss erst einmal der Dreck vom Stiefel herunter. Dazu kann man einen weichen Lappen benutzen oder auch eine Bürste, je nachdem wie hartnäckig der Dreck ist. Bürsten sollten dabei im Fachhandel und für das jeweilige Leder ausgesucht werden.

  • Fetten, Ölen, Cremen, Imprägnieren

Raue Lederarten können zunächst mit Imprägnierspray behandelt werden. Für Glattleder ist das Spray aber nicht unbedingt zu empfehlen. Was den Stiefel ebenfalls wetterfest macht ist Fett. Ob man sich dabei für Fett, Öl oder eine hochwertige Creme entscheidet, ist zum einen Geschmackssache, zum anderen auch eine Frage der Empfindlichkeit des Leders. Outdoorfeste Lederstiefel können beispielsweise mit einem Bergsteigerfett eingeschmiert werden. Dieses verändert jedoch unter Umständen den Ton der Lederfarbe. Bei schwarzen Stiefeln stellt das kein Problem dar, bei braunen Lederstiefeln sollte man aber vorher unbedingt an einer schlecht sichtbaren Stelle testen. Für einen hochwertigen und feinen Stadtstiefel ist das Bergstiefelfett allerdings so in etwa wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Hier empfiehlt sich eine feine Ledercreme. Anschließend, egal für welche Pflege man sich entschieden hat, wird der Stiefel mit einem hochwertigen und nicht fusselnden Lappen poliert. Übrigens ziehen sämtliche Pflegeprodukte am besten ein, wenn der Schuh warm ist. Wer damit klar kommt, kann sie also für einen Moment in den Ofen stecken. Allerdings ist wichtig, das nur mit einem bereits gereinigten und vor allem trockenen Stiefel zu machen. Sind die Stiefel bereits von draußen nass dürfen sie nämlich nicht an der Heizung getrocknet werden.