Westernreitstiefel – die modernen Cowboyboots
Westernreitstiefel. Es gibt sie inzwischen in allen Farben, mit Mustern und Verzierungen und natürlich darf der Absatz nicht fehlen! Aber warum gehört der Absatz eigentlich als typisches Erkennungszeichen zu den Westernreitstiefel dazu?!
Im Ursprung waren die Westernreitstiefel, wie der Name schon sagt, das Schuhwerk der Cowboys. Da die Cowboys für gewöhnlich den ganzen Tag auf dem Pferd verbrachten, musste die Ausrüstung und natürlich auch das Schuhwerk zum einen bequem sein aber zum anderen auch nützlich und selbstverständlich sicher sein.
Weil sich die Cowboys neben dem Bewachen der Herde oder dem Zusammentreiben der Herde auch mit dem Einreiten oder der Ausbildung der jungen Pferd beschäftigen mussten, waren die Absätze an ihren Westernreitstiefel fast überlebenswichtig.
Die Absätze verhindern nämlich, dass der Fuß des Cowboys komplett durch den sog. Steigbügel am Sattel rutschen kann. Dies wäre absolut fatal, denn wenn ein junges Pferd wirklich mal wild wird und den Cowboy abwirft, dieser aber mit dem Fuß im Steigbügel hängen bleibt, dann kann das zu unter Umständen lebensgefährlichen Verletzungen führen. Sollte der Fuß nämlich ganz durch den Steigbügel rutschen (ohne Absatz), dann kann der Reiter bzw. der Cowboy nicht runterfallen, weil sein Fuß weiter im Steigbügel festhängt und somit wird er immer weiter hinterhergeschliffen.
Der Absatz an den Westernreitstiefel verhindert also ein Durchrutschen durch den Steigbügel des ganzen Fußes. Wenn ein Pferd jetzt doch mal wild werden sollte, dann kann der Reiter bzw. der Cowboy “einfach runterfallen”, ohne dass er im Steigbügel hängen bleibt oder gar hinterhergeschliffen wird. Der heute trendige Absatz der Westernreitstiefel war also ursprünglich ein reines Sicherheitsmerkmal und hat wahrscheinlich dem ein oder anderen Cowboy schwere Verletzungen erspart.